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Funktionen
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Dieses Kapitel beschreibt die wichtigsten Funktionen von KST4Contest, ihre Herleitung und die Grenzen der daraus gewonnenen Informationen.
Richtungsgelegenheiten aus gerichteten Nachrichten
Im ON4KST-Chat ist sichtbar, welche Station eine Nachricht an welche andere Station richtet. Eine tatsächliche Antennenrichtung wird dabei nicht übertragen. Für den Contestbetrieb lässt sich aus einer solchen Nachricht trotzdem eine brauchbare Annahme ableiten: Wer einen Sked anfragt, beantwortet oder vorbereitet, richtet seine Antenne normalerweise zumindest ungefähr auf die angesprochene Station.
KST4Contest wertet deshalb gerichtete Nachrichten zwischen zwei anderen Stationen aus. Die Nachricht muss nicht ausdrücklich als Sked gekennzeichnet sein. Entscheidend sind der Absender, der Empfänger und deren Locator.
Wie wird die Richtung hergeleitet?
Angenommen, Station A schreibt eine gerichtete Nachricht an Station B:
- KST4Contest berechnet die Richtung von Station A zu Station B.
- Diese Richtung wird als wahrscheinliche Antennenrichtung von Station A verwendet.
- Anschließend wird die Richtung von Station A zur eigenen Station berechnet.
- Die Winkeldifferenz wird mit der Hälfte des konfigurierten Antennen-Öffnungswinkels verglichen.
- Zusätzlich muss Station A innerhalb des konfigurierten maximalen QRB liegen.
Ein eingetragener Öffnungswinkel von 70° ergibt damit einen angenommenen Korridor von jeweils 35° links und rechts der Richtung von Station A zu Station B.
| Beispiel | Ergebnis |
|---|---|
Richtung A → B: 120°, Richtung A → eigene Station: 145° |
Winkeldifferenz 25°: Richtungsgelegenheit erkannt |
Richtung A → B: 120°, Richtung A → eigene Station: 165° |
Winkeldifferenz 45°: außerhalb des angenommenen Korridors |
| Locator von A oder B fehlt | Keine Richtungsberechnung möglich |
| A liegt außerhalb des maximalen QRB | Keine Richtungsgelegenheit |
Was wird in der Benutzerliste angezeigt?
Wird eine Richtungsgelegenheit erkannt, erscheint das Rufzeichen des Absenders in der Benutzerliste grün und fett. Im Evening-Modus wird dafür ein helleres Grün verwendet. Der Empfänger der Nachricht wird nicht allein deshalb markiert; eine Antwort in Gegenrichtung wird als eigene Nachricht und damit als neuer Fall berechnet.
Im Bild sendete DF0GEB eine gerichtete Nachricht an DN9APW und bekam eine Antwort. KST4Contest erkannte die Richtungsgelegenheit und markierte DN9APW in der Benutzerliste. Zur Verdeutlichung ist die MAP eingeblendet. Ich stehe als Empfänger zwischen beiden Stationen und bekomme deswegen die Warnung.
Die Markierung bleibt fünf Minuten ab der letzten passenden Nachricht sichtbar. Eine weitere passende Nachricht derselben Station beginnt diesen Zeitraum erneut. Sendet die Station vorher eine gerichtete Nachricht, deren Richtung die Bedingungen nicht erfüllt, wird die Markierung unmittelbar entfernt.
Ist die einfache Soundausgabe aktiviert, gibt KST4Contest beim erstmaligen Erkennen der Richtungsgelegenheit zusätzlich einen kurzen Hinweis aus. Solange die Station bereits markiert ist, wird derselbe Hinweis nicht mit jeder weiteren passenden Nachricht wiederholt.
Was bedeutet die Markierung – und was nicht?
Die Berechnung ist eine geometrische Herleitung. Sie beweist nicht, dass Station A ihre Antenne tatsächlich auf Station B ausgerichtet hat. Ebenso wenig berücksichtigt sie Gelände, aktuelle Ausbreitungsbedingungen, die reale Antennencharakteristik der fremden Station oder deren Rotatorposition.
ON4KST liefert keinen individuellen Öffnungswinkel für die fremde Station. KST4Contest verwendet deshalb den für die eigene Antenne konfigurierten Wert auch als Näherung für Station A. Ein zu großer Wert erzeugt entsprechend mehr mögliche Richtungsgelegenheiten, ein zu kleiner Wert kann brauchbare Situationen übersehen.
Im Klartext: Die grüne Markierung ist ein begründeter Hinweis auf eine mögliche Gelegenheit. Sie ist weder eine Ausbreitungsvorhersage noch eine Garantie für ein QSO.
Konfiguration:
Weitergabe als DX-Cluster-Spot
Seit Version 1.23 kann KST4Contest eine erkannte Richtungsgelegenheit an den DX-Cluster-Client eines Logprogramms weitergeben. Dafür muss der lokale DX-Cluster-Server aktiviert und für den Absender eine verwertbare Frequenz bekannt sein.
Die Frequenz kann bereits aus einer früheren Nachricht stammen oder erstmals in der aktuell auslösenden Nachricht stehen. In beiden Fällen steht sie der Spot-Prüfung zur Verfügung. KST4Contest überträgt damit nicht jede im Chat gefundene QRG, sondern nur Frequenzen, die mit einer geometrisch passenden gerichteten Nachricht zusammenfallen.
Die Fünf-Minuten-Markierung und der DX-Cluster-Spot beruhen auf derselben Richtungsberechnung, haben aber einen unterschiedlichen Lebenszyklus: Die Markierung bleibt vorübergehend in der Benutzerliste sichtbar. Der Spot wird unmittelbar beim Verarbeiten der passenden Nachricht erzeugt.
Einrichtung, Frequenzbehandlung und Grenzen: Integrierter DX-Cluster-Server.
QRG-Erkennung
Im ON4KST-Chat werden Frequenzen selten einheitlich geschrieben. Eine Station nennt beispielsweise zuerst 432.088, später nur noch .100 und in einer weiteren Nachricht qrg 120. Für einen Menschen ist der Zusammenhang meistens klar. Ein Programm muss dagegen unterscheiden, ob 120 eine Frequenz, eine Zeitangabe, eine Entfernung oder etwas völlig anderes bedeutet.
KST4Contest wertet deshalb den Text jeder öffentlichen und gerichteten Chat-Nachricht aus. Eine erkannte QRG wird dem Absender zugeordnet und in der QRG-Spalte der Benutzerliste angezeigt. Die Spalte enthält die zuletzt erkannte Frequenz und stellt mindestens drei Nachkommastellen dar. Ein intern als 144.21 gespeicherter Wert erscheint damit als 144.210.
Welche Angaben werden erkannt?
| Schreibweise | Beispiel | Verarbeitung |
|---|---|---|
| Vollständige Frequenz | 144.210, 432,088, 10368.100 |
Das Band ergibt sich direkt aus der Frequenz. |
| Relative Frequenz mit Punkt oder Komma | .210, ,088 |
Das Band wird aus dem Stationskontext oder dem konfigurierten Fallback ergänzt. |
| Dreistellige Frequenz mit Textkontext | qrg 210, freq is 210, on 210, 210 MHz |
Die Zahl wird als relative Frequenz behandelt. |
| Dreistellige Zahl ohne Frequenzkontext | 210, 599, 144 |
Die Zahl wird absichtlich nicht als QRG übernommen. |
Die letzte Einschränkung verhindert plausible, aber falsche Ergebnisse. Mit einem Fallback von 144 MHz ließe sich ein Signalrapport 599 technisch problemlos zu 144.599 MHz zusammensetzen. Das Ergebnis wäre formal gültig und fachlich trotzdem Unsinn.
Wie wird das Band einer relativen QRG bestimmt?
KST4Contest verwendet folgende Reihenfolge:
- Wurde für denselben Absender innerhalb der letzten 30 Minuten bereits eine passende vollständige Frequenz erkannt, verwendet KST4Contest deren Band.
- Sind mehrere aktuelle Bänder bekannt, wird der zuletzt aktualisierte plausible Bandkontext verwendet.
- Fehlt ein geeigneter Stationskontext, verwendet KST4Contest das unter Fallback band for relative QRG detection ausgewählte Band.
Beispiel: Das globale Fallback steht auf 144 MHz. Eine Station nennt zunächst 432.088 und schreibt wenige Minuten später .100. KST4Contest ergänzt nicht das globale Fallback, sondern den aktuelleren Stationskontext. Das Ergebnis ist 432.100 MHz. Schreibt eine andere Station ohne vorherige Bandinformation .100, wird daraus 144.100 MHz.
Das Fallback-Band ist damit tatsächlich nur der letzte Ausweg. Es wird aus den von KST4Contest unterstützten Bandwerten ausgewählt und wirkt auf die gesamte QRG-Erkennung – nicht nur auf den integrierten DX-Cluster.
Wofür wird die erkannte QRG verwendet?
Die zuletzt erkannte Frequenz erscheint in der Benutzerliste. Der zugehörige Bandkontext kann außerdem in weitere Funktionen einfließen, beispielsweise in:
- die Erkennung aktiver Bänder einer Station,
- den Chatmember-Score und die Prioritätslisten,
- Band-Upgrade-Hinweise nach einem Logeintrag,
- die Frequenzwahl bei Skeds,
- einen DX-Cluster-Spot aus einer erkannten Richtungsgelegenheit.
Steht die QRG erstmals in der Nachricht, die zugleich eine Richtungsgelegenheit auslöst, wird sie vor der Richtungs- und Spotprüfung verarbeitet. Der daraus erzeugte Spot kann deshalb bereits die Frequenz dieser Nachricht verwenden.
Die Erkennung bleibt eine Textauswertung. KST4Contest kann nicht beweisen, dass die Station noch auf der genannten Frequenz arbeitet oder ob sich eine mehrdeutige Angabe auf einen anderen Zusammenhang bezieht. Genau deshalb werden nackte dreistellige Zahlen ohne Frequenzkontext nicht mehr übernommen.
Konfiguration und unterstützte Fallback-Bänder: Fallback-Band für relative QRG-Erkennung.
Verwendung in der Bandmap eines Logprogramms: Integrierter DX-Cluster-Server.
Gearbeitete Rufzeichen, neue Bänder und neue Großfelder
KST4Contest unterscheidet drei Informationen, die im Contest ähnlich aussehen können, aber unterschiedliche Fragen beantworten:
- Wurde dieses Rufzeichen bereits gearbeitet?
- Wurde dieses Rufzeichen auf einem bestimmten Band gearbeitet?
- Wurde das vierstellige Maidenhead-Großfeld bereits gearbeitet – möglicherweise mit einer anderen Station?
Diese Trennung ist notwendig. Ein bereits gearbeitetes Rufzeichen kann auf einem anderen Band weiterhin interessant sein. Umgekehrt kann eine noch nicht gearbeitete Station in einem Großfeld liegen, das bereits im Log steht.
Worked-Informationen aus dem Log
Die Log-Synchronisation übernimmt neue QSOs aus dem Logprogramm. Welche Informationen dabei zur Verfügung stehen, hängt von der verwendeten Schnittstelle ab:
- Der dateibasierte Simplelogfile-Interpreter erkennt nur das Rufzeichen. Er kann deshalb lediglich den globalen Worked-Status setzen.
- Die QSO-UDP-Schnittstellen und der Win-Test-Netzwerk-Listener können zusätzlich das Band übernehmen.
- Enthält das Logpaket einen gültigen Locator, speichert KST4Contest außerdem das gearbeitete vierstellige Großfeld für dieses Band.
Fehlt eine Information im Logpaket, wird sie nicht geraten. Ein QSO ohne Locator erzeugt deshalb keinen Großfeld-Eintrag; ein Simplelogfile-Treffer erzeugt keine bandbezogene Worked-Markierung.
Bedeutung der Bandspalten
Unter der gemeinsamen Spalte worked erscheinen nur die Bänder, die unter Station → my station uses … aktiviert wurden. Die Zellen verwenden bewusst kurze Kennzeichen:
| Anzeige | Bedeutung |
|---|---|
X |
Das Rufzeichen wurde auf diesem Band gearbeitet. |
a |
Die Station bietet dieses Band an, das Band ist noch nicht gearbeitet und das Rufzeichen wurde bisher auf keinem Band gearbeitet. |
B+ |
Die Station bietet dieses Band an und das Band ist noch nicht gearbeitet. Das Rufzeichen wurde bereits auf einem anderen Band gearbeitet. Ist die getrennte a-Anzeige deaktiviert, wird auch ein vollständig neues Rufzeichen als B+ dargestellt. |
o |
Das vierstellige Großfeld der Station wurde auf diesem Band bereits gearbeitet – unabhängig vom Rufzeichen. |
| leer | Für dieses Band liegt keine passende Information vor. Das ist nicht gleichbedeutend mit „nicht QRV“. |
Das o ist eine unabhängige Zusatzinformation und kann deshalb mit den anderen Kennzeichen kombiniert werden. Möglich sind beispielsweise Xo, ao oder B+o. Ein einzelnes o bedeutet: Das Großfeld wurde auf diesem Band bereits gearbeitet, für das angezeigte Rufzeichen liegt aber weder eine Worked-Markierung noch eine aktuelle Bandmöglichkeit vor.
Wie entsteht eine Bandmöglichkeit?
KST4Contest zeigt a oder B+ nur an, wenn sich eine noch offene gemeinsame Bandmöglichkeit herleiten lässt. Dafür werden folgende Informationen zusammengeführt:
- die in den Stationseinstellungen aktivierten eigenen Bänder,
- höchstens 30 Minuten alte QRG-Erkennungen der Gegenstation,
- eindeutige Bandangaben im Namensfeld der Gegenstation,
- die pro Band gespeicherten Worked-Markierungen und
- manuell gesetzte NOT-QRV-Markierungen.
Aktive Chat-Einträge mit demselben normalisierten Rufzeichen werden gemeinsam ausgewertet. Das ist insbesondere bei mehreren Chat-Kategorien oder unterschiedlichen sichtbaren Rufzeichenvarianten wichtig. Eine eindeutige Bandangabe im Namensfeld bleibt dabei so lange nutzbar, wie der betreffende Chat-Eintrag aktiv ist; eine aus einer Nachricht erkannte QRG läuft nach 30 Minuten aus.
Anschließend werden nur die Bänder berücksichtigt, die an der eigenen Station aktiviert, für die Gegenstation bekannt und noch nicht gearbeitet sind. Ein manuelles NOT-QRV-Tag übersteuert die automatisch erkannten Hinweise. Die Chat-Kategorie allein reicht dagegen nicht als Nachweis, dass eine einzelne Station auf einem bestimmten Band QRV ist.
Die globale Worked-Markierung entscheidet nicht darüber, ob eine Bandmöglichkeit besteht. Sie unterscheidet in der Darstellung lediglich zwischen a und B+. Die eigentliche Bandprüfung arbeitet mit den bandbezogenen Worked-Informationen.
Bedeutung von wkdany
Die Unterspalte wkdany fasst den globalen Rufzeichen- und Großfeldstatus zusammen:
| Anzeige | Bedeutung |
|---|---|
| leer | Weder das Rufzeichen noch das vierstellige Großfeld wurden gearbeitet. |
x |
Das Rufzeichen wurde auf mindestens einem Band gearbeitet. |
o |
Das vierstellige Großfeld wurde auf mindestens einem Band gearbeitet. |
xo |
Rufzeichen und Großfeld wurden bereits gearbeitet. |
wkdany ist eine bandunabhängige Übersicht. Das kleine x darf daher nicht mit dem großen X in einer Bandspalte verwechselt werden. Der globale Status wird für die Anzeige und den globalen wkd-Filter verwendet, nicht als Ersatz für bandbezogene Worked-Informationen.
NOT-QRV-Markierungen
Teilt eine Station mit, dass sie auf einem bestimmten Band nicht QRV ist, kann dies im Further Info-Bereich der ausgewählten Station markiert werden:
- Station in der Benutzerliste auswählen.
- Im Bereich Not QRV das betreffende Band aktivieren.
- tag not qrv all nur verwenden, wenn die Station auf keinem der unterstützten Bänder angefragt werden soll.
Angezeigt werden die einzelnen NOT-QRV-Schalter der Bänder, die für die eigene Station aktiviert sind. tag not qrv all setzt dagegen alle unterstützten Bänder, auch wenn einzelne davon momentan nicht in der Benutzeroberfläche eingeblendet sind. Die Markierung wird bandbezogen unter dem normalisierten Rufzeichen gespeichert und auf dessen aktive Chat-Varianten übertragen.
NOT-QRV ist eine manuelle Korrektur und hat deshalb Vorrang vor automatisch erkannten QRGs und Bandangaben im Namensfeld. Das betreffende Band wird nicht mehr als a oder B+ angeboten, vom New bands-Filter nicht als Gelegenheit gewertet und von den zugehörigen Bandfiltern ausgeblendet.
Im Klartext: Ein erkannter Hinweis bedeutet „wahrscheinlich auf diesem Band aktiv“. Ein manuelles NOT-QRV-Tag bedeutet „für unsere weitere Auswahl nicht auf diesem Band anfragen“. Diese Entscheidung soll nicht durch die nächste erkannte Zahl wieder aufgehoben werden.
Speicherung und Lebensdauer
Worked-, NOT-QRV- und Großfeldinformationen werden in der internen SQLite-Datenbank gespeichert und beim nächsten Start wieder geladen. Die Einträge laufen nach drei Tagen automatisch ab. Ein Reset vor jedem Contest ist deshalb normalerweise nicht erforderlich.
Ein manueller Reset unter Workedstn database entfernt sämtliche Worked-Markierungen, NOT-QRV-Tags und gespeicherten Worked-Großfelder. Die bekannten Rufzeichenzeilen bleiben dabei in der Datenbank erhalten. Einzelheiten: Worked Station Database Settings.
NOT-QRV-Tags (ab v1.2)
Wenn eine Station mitteilt, dass sie auf einem bestimmten Band nicht QRV ist, kann dies manuell markiert werden:
- Station in der Benutzerliste auswählen.
- Rechtsklick → NOT-QRV für das entsprechende Band setzen.
Diese Tags werden in der internen Datenbank gespeichert und bleiben nach einem Neustart von KST4Contest erhalten. Zurücksetzen über die Einstellungen möglich.
Nutzen: Verhindert wiederholte Sked-Anfragen auf Bändern, auf denen die Station nicht QRV ist – schont sowohl die eigenen Nerven als auch die der Gegenstation.
Richtungsfilter (Direction Filter)
Zeigt in der Benutzerliste nur Stationen an, die sich in einer bestimmten Richtung befinden. Aktivierbar über die Buttons N / NE / E / SE / S / SW / W / NW oder durch manuelle Eingabe von Grad.
Sinnvoll: Während man CQ in eine bestimmte Richtung ruft, nur Stationen in dieser Richtung anzeigen.
Entfernungsfilter (Distance Filter)
Stationen jenseits einer maximalen Entfernung ausblenden. Schaltfläche „Show only QRB [km] <=" ist ein Toggle-Button.
Filter für Worked-Status, neue Bänder und neue Großfelder
Die Filter oberhalb der Benutzerliste greifen auf dieselben Informationen zurück wie die Worked-Spalten:
- wkd blendet Rufzeichen aus, die auf mindestens einem Band gearbeitet wurden.
- Die einzelnen Band-Schaltflächen blenden Stationen aus, wenn das Rufzeichen auf diesem Band bereits gearbeitet oder für dieses Band manuell als NOT QRV markiert wurde.
- New bands zeigt nur Stationen, für die mindestens ein eigenes aktiviertes, noch nicht gearbeitetes Band bekannt ist. Berücksichtigt werden aktuelle QRG-Erkennungen und Bandangaben im Namensfeld; NOT-QRV hat Vorrang.
- Only new grids zeigt nur Stationen, deren vierstelliges Großfeld auf noch keinem Band gearbeitet wurde. Stationen ohne auswertbaren Locator erfüllen den Filter nicht.
- Grid color verändert die Liste nicht. Ist die Funktion aktiv, wird das QRA-Feld eines bereits gearbeiteten Großfelds dezent dunkler dargestellt. Neue Großfelder behalten die normale Tabellenfarbe.
Mehrere aktivierte Filter werden gemeinsam angewendet. Eine Station bleibt nur sichtbar, wenn sie alle gewählten Bedingungen erfüllt. Die Filter reagieren unmittelbar auf neue Logeinträge und geänderte NOT-QRV-Markierungen.
Bedienung und Aufbau der Filterleiste: Benutzeroberfläche – Filter.
Farbige PM-Zeilen (ab v1.25)
Neue Privatnachrichten erscheinen in Rot. Die Farbe wechselt alle 30 Sekunden über Gelb bis Weiß – wie ein Regenbogen-Fade. So ist auf einen Blick erkennbar, wie aktuell eine Nachricht ist.
(Idee von IU3OAR, Gianluca Costantino – danke!)
PM-Abfang (Catching Personal Messages)
Manche Nutzer senden Direktnachrichten versehentlich öffentlich, z. B.:
(DM5M) pse ur qrg
KST4Contest erkennt solche Nachrichten, die das eigene Rufzeichen enthalten, und sortiert sie automatisch in die Privatnachrichten-Tabelle ein. So gehen keine Nachrichten verloren.
Automatische Antworten auf Privatnachrichten (ab v1.25)
Nicht jede im ON4KST-Chat eingeloggte Station nimmt am gerade laufenden Contest teil. Trotzdem werden Sked-Anfragen während größerer Contests teilweise unkoordiniert und in großer Zahl an erreichbare Rufzeichen verteilt. Ohne automatische Antwort müssten diese Stationen immer wieder von Hand erklären, dass sie nicht mitfunken oder keine Skeds fahren.
KST4Contest kann darauf mit einem vorher festgelegten Text reagieren. Die eingehende Privatnachricht bleibt dabei sichtbar; sie wird weder blockiert noch verworfen. Davon getrennt lässt sich eine QRG-Antwort aktivieren, die auf typische Fragen wie qrg?, freq? oder pse qrg reagiert.
Bei zwei gleichzeitig geöffneten Chat-Kategorien bleibt der Zusammenhang erhalten: Die Antwort wird in der Kategorie der eingegangenen Nachricht gesendet. Eine QRG-Anfrage erhält außerdem nur die QRG dieser Kategorie und nicht eine Liste aller konfigurierten Frequenzen.
Automatische Antworten benötigen Grenzen. KST4Contest versieht sie daher mit [KST4C Automsg], ignoriert entsprechend gekennzeichnete Nachrichten bei der allgemeinen und QRG-bezogenen Antwort und begrenzt weitere Antworten an dieselbe Station in derselben Kategorie auf eine Nachricht innerhalb von zwei Minuten. Der Schutz gilt gemeinsam für beide Antwortarten.
Im Klartext: Die Funktion verhindert keine Massenanfragen. Sie verhindert aber, dass der Empfänger jede davon einzeln mit derselben Absage beantworten muss. Sie soll keine Unterhaltung simulieren und erst recht keine endlose Diskussion mit einem zweiten automatischen Client beginnen.
Konfiguration, erkannte QRG-Anfragen und genaue Kategorienzuordnung: Konfiguration – Messagehandling Settings.
Multi-Channel-Login (ab v1.26)
Gleichzeitiger Login in zwei Chat-Kategorien (z. B. 144 MHz und 432 MHz). Beide Chats werden parallel überwacht.
Dark Mode (ab v1.26)
Aktivierbar über: Window → Use Dark Mode
Für individuelle Farbanpassungen: CSS-Datei bearbeiten (Pfad in den Programmunterlagen).
Opposite Station Multi-Callsign Login-Tagging (ab v1.26)
Unterstützung für Stationen, die mit mehreren Rufzeichen gleichzeitig im Chat aktiv sind (z. B. Expedition-Setups).
QRZ.com und QRZ-CQ Profil-Buttons (ab v1.24)
Für ausgewählte Stationen in der Benutzerliste gibt es direkte Buttons, um das QRZ.com-Profil und das QRZ-CQ-Profil im Browser zu öffnen.
Skeds und Sked-Erinnerungen
Verfügbar ab v1.40; Band-, Rufzeichen- und Win-Test-Behandlung erweitert in Nightly / v1.42.
Ein Sked ist mehr als eine Erinnerung an eine Uhrzeit. Er muss während des laufenden Contestbetriebs rechtzeitig sichtbar werden, die vereinbarte Station priorisieren und – sofern gewünscht – die Gegenstation noch einmal an den Termin erinnern.
KST4Contest behandelt deshalb drei voneinander unabhängige Aufgaben:
- Der Sked wird intern gespeichert und in die Prioritätsberechnung einbezogen.
- Der Termin erscheint in der AP- und Sked-Timeline.
- Optional werden vor dem Termin automatische Privatnachrichten gesendet.
Ist der Win-Test-Netzwerk-Listener aktiviert, versucht KST4Contest zusätzlich, den Sked an Win-Test zu übergeben. Ein Problem bei dieser Übergabe löscht oder verhindert den internen Sked nicht.
Sked anlegen
Zuerst die gewünschte Station in der Benutzerliste auswählen. Die Bedienelemente befinden sich anschließend unten im Bereich Further Info.
| Bedienelement | Funktion |
|---|---|
| Sked in | Legt fest, in wie vielen Minuten der Sked stattfinden soll. Verfügbar sind 2 bis 15 sowie 20 Minuten. |
| Band | Wählt das Band des Skeds. Angeboten werden die unter Station → my station uses … aktivierten eigenen Bänder. |
| Mode | Legt den an Win-Test zu übertragenden Mode fest. Verfügbar sind SSB und CW. Die Auswahl hat keinen Einfluss auf den internen Sked oder die Reminder-PMs. |
| Create sked | Legt den internen Sked an und versucht bei aktiviertem Win-Test-Netzwerk-Listener zusätzlich die Übergabe an Win-Test. |
| Remind-PM in | Aktiviert die automatischen Privatnachrichten vor dem Termin. |
| 2+1, 5+2+1, 10+5+2+1 | Legt fest, wie viele Minuten vor dem Sked die Reminder-PMs gesendet werden. |
KST4Contest versucht, ein sinnvolles Band vorzuwählen. Dafür werden nacheinander folgende Informationen verwendet:
- eine höchstens 30 Minuten alte QRG der ausgewählten Station auf einem eigenen aktivierten Band,
- eine eindeutige Bandangabe im Namensfeld der Station und
- das erste aktivierte eigene Band.
Aktive Rufzeichenvarianten desselben Basisrufzeichens werden bei der Suche nach einer aktuellen Bandinformation gemeinsam betrachtet. Eine manuelle NOT-QRV-Markierung wird bei der automatischen Vorauswahl berücksichtigt. Das Band kann trotzdem ausdrücklich geändert werden, wenn der Operator bewusst eine andere Vereinbarung getroffen hat.
Auswirkung auf den Priority Score
Ein eingetragener Sked erhöht den Score des normalisierten Basisrufzeichens:
| Zeitraum | Sked-Anteil am Score |
|---|---|
| mehr als 15 Minuten vor dem Termin | +40 |
| 15 bis 3 Minuten vor dem Termin | kontinuierlicher Anstieg von +300 bis in Richtung +1200 |
| weniger als 3 Minuten vor bis 1 Minute nach dem Termin | +5000 |
| später als 1 Minute nach dem Termin | kein Sked-Boost mehr |
Die starke Gewichtung unmittelbar vor dem Termin ist beabsichtigt. Ein vereinbarter Sked soll dann nicht durch eine gerade sehr aktive, aber nicht fest eingeplante Station aus der Prioritätsliste verdrängt werden.
Der Score wird für das Basisrufzeichen berechnet. Ein Sked mit DN9APW-2 beeinflusst daher auch den gemeinsamen Score weiterer aktiver Varianten von DN9APW. Das konkrete Nachrichtenziel bleibt trotzdem DN9APW-2 in der beim Anlegen ausgewählten Chat-Kategorie.
Fünf Minuten nach dem Termin wird der Sked aus der internen Liste entfernt.
Reminder-PMs
Reminder-PMs werden nur angelegt, wenn Remind-PM in aktiviert ist. Je nach ausgewähltem Muster sendet KST4Contest beispielsweise zwei und eine Minute vor dem Sked folgende Privatnachricht:
[KST4C Autoreminder] sked in 2 min
Die Nachricht geht an das vollständige sichtbare KST-Rufzeichen und in die Chat-Kategorie, in der der Sked angelegt wurde. Ein Sked für DN9APW-2 wird daher nicht versehentlich an DN9APW, DN9APW-70 oder eine gleichnamige Station in einer anderen Kategorie gesendet.
Beim tatsächlichen Reminder zeigt KST4Contest zusätzlich den optischen SKED-Hinweis an. Ist die einfache Soundausgabe aktiviert, wird außerdem ein Hinweiston abgespielt. Das bloße Aktivieren des Reminders löst noch kein Blinken aus.
Wird für dasselbe vollständige Rufzeichen ein neuer Satz Reminder aktiviert, ersetzt dieser die zuvor geplanten Reminder dieses Rufzeichens.
Speicherung und Grenzen
Skeds und Reminder-Zeitpläne werden nur im Arbeitsspeicher geführt. Nach einem Neustart von KST4Contest müssen noch benötigte Termine erneut angelegt werden.
Die automatische Bandvorauswahl ist eine Herleitung aus vorhandenen Chatinformationen. Sie beweist nicht, dass die Station noch auf der zuletzt genannten QRG arbeitet. Band, Uhrzeit und Mode sollten deshalb vor Create sked kontrolliert werden.
Bedienung: Stationsinfo-Panel
Darstellung: AP- und Sked-Timeline
Win-Test-Übergabe: Log-Synchronisation – Win-Test
QSO-Monitoring (ab v1.31)
Für ausgewählte Rufzeichen kann KST4Contest gerichtete Nachrichten zusätzlich in der PM-Tabelle anzeigen. Dabei werden sowohl Nachrichten berücksichtigt, die das überwachte Rufzeichen sendet, als auch Nachrichten, die an dieses Rufzeichen gerichtet sind.
Die Nachricht bleibt gleichzeitig in ihrer ursprünglichen Tabelle erhalten und wird im PM-Fenster mit Absender und Empfänger als überwachte Kommunikation gekennzeichnet.
Konfiguration: Konfiguration – Sniffer-Einstellungen
Win-Test-Integration
KST4Contest verwendet für Win-Test einen eigenen Listener für das native Win-Test-Netzwerkprotokoll. Darüber werden drei voneinander getrennte Funktionen bereitgestellt:
- neue QSOs einschließlich Band- und gegebenenfalls Locatorinformation übernehmen,
- die aktuelle QRG aus Win-Test-STATUS-Paketen auswerten und
- intern angelegte Skeds als
ADDSKEDan das Win-Test-Netzwerk übergeben.
Bei der Sked-Übergabe wird die QRG nicht durch eine feste Standardfrequenz ersetzt. KST4Contest sendet nur dann einen Win-Test-Sked, wenn eine zum ausgewählten Band passende QRG ermittelt werden konnte. Der interne Sked, die Timeline und die Reminder-PMs funktionieren unabhängig davon weiter.
Ein sichtbarer KST-Suffix wie -2, -70 oder -144 bleibt innerhalb von KST4Contest erhalten, wird für das Win-Test-Logrufzeichen jedoch entfernt. Portable Bestandteile wie /P, /M oder ein Länderpräfix bleiben bestehen.
Einrichtung und genaue Datenbehandlung: Log-Synchronisation – Win-Test
Einstellungen: Win-Test-Netzwerk-Listener
PSTRotator-Interface (ab v1.31, vollständig ab v1.40)
KST4Contest kann die Antennenrichtung direkt über PSTRotator steuern. Wenn in der Benutzerliste eine Station ausgewählt wird, kann der Rotator automatisch auf den QTF zur ausgewählten Station gedreht werden.
Konfiguration: Konfiguration – PSTRotator-Einstellungen
Band-Upgrade-Hinweis nach einem Logeintrag
Meldet UCXLog oder Win-Test einen neuen Logeintrag mit Bandinformation, prüft KST4Contest, ob die gearbeitete Station noch ein weiteres gemeinsames Band anbietet.
Die Herleitung verwendet dieselben Regeln wie a, B+ und der Filter New bands: aktivierte eigene Bänder, aktuelle QRG-Erkennungen, Bandangaben im Namensfeld, bandbezogene Worked-Markierungen und NOT-QRV-Tags. Ausgewertet werden die aktiven Chat-Varianten desselben normalisierten Rufzeichens.
Bleibt mindestens ein gemeinsames, noch nicht gearbeitetes Band übrig, erscheint für ungefähr zwölf Sekunden ein blinkender Hinweis mit Rufzeichen und den betreffenden Bändern, beispielsweise BAND+ DL0ABC 432, 1296. Der Tooltip zeigt zusätzlich die bei der Entscheidung berücksichtigten aktivierten, gearbeiteten und als NOT QRV markierten Bänder. Ist die allgemeine Soundausgabe eingeschaltet, wird außerdem ein kurzer Hinweiston abgespielt.
Der einfache Simplelogfile-Interpreter kann diesen Hinweis nicht zuverlässig auslösen, weil er keine Bandinformation für das gerade geloggte QSO liefert.
Konfiguration: Band-Upgrade-Hinweis nach einem Logeintrag.
Worked-, NOT-QRV- und Großfelddaten laufen nach drei Tagen automatisch ab. Einzelheiten und manueller Reset: Worked Station Database Settings.
Prioritätsscore und Prioritätsliste (ab v1.40)
Warum wird überhaupt ein Score benötigt?
Eine klassische Chat-Benutzerliste zeigt zunächst nur, welche Stationen gerade eingeloggt sind. Im Contestbetrieb reicht diese Information nicht aus. Der Operator muss zusätzlich abschätzen, welche Station noch nicht gearbeitet wurde, auf welchem Band ein QSO möglich sein könnte, wohin die Antenne zeigt, ob ein passendes Flugzeug verfügbar ist und ob ein vereinbarter Sked unmittelbar bevorsteht.
Bei einer kurzen Liste lässt sich das noch im Kopf erledigen. Mit zunehmender Contestdauer, mehreren Bändern und zwei gleichzeitig verwendeten Chat-Kategorien wird daraus jedoch eine ständig wiederholte Entscheidung.
KST4Contest führt die bereits vorhandenen Informationen deshalb in einem Prioritätsscore zusammen. Der Score beantwortet nicht die Frage, ob ein QSO sicher möglich ist. Er hilft bei der praktisch wichtigeren Frage:
Welche der aktuell sichtbaren Stationen sollte ich mir als Nächstes ansehen?
Wann wird eine Station ausgeschlossen?
Vor der eigentlichen Gewichtung prüft KST4Contest, ob überhaupt eine bekannte Bandmöglichkeit besteht. Dafür werden alle aktiven Chat-Einträge desselben normalisierten Basisrufzeichens gemeinsam ausgewertet.
Berücksichtigt werden:
- die in den Stationseinstellungen aktivierten eigenen Bänder,
- höchstens 30 Minuten alte QRG-Erkennungen der Gegenstation,
- eindeutige Bandangaben im Namensfeld ihrer aktiven Chat-Einträge,
- die pro Band gespeicherten Worked-Markierungen und
- manuell gesetzte NOT-QRV-Tags.
NOT QRV hat dabei Vorrang vor automatisch erkannten Frequenzen oder Bandangaben.
Sind Bänder der Gegenstation bekannt, aber keines davon ist lokal aktiviert und noch verfügbar, erhält die Station einen Score von 0. Dasselbe gilt, wenn alle gemeinsam möglichen Bänder bereits gearbeitet wurden.
Fehlen dagegen sämtliche Bandinformationen, wird die Station nicht allein deshalb ausgeschlossen. Eine unbekannte Bandmöglichkeit ist nicht dasselbe wie eine nachweislich unmögliche Bandmöglichkeit. Erst wenn alle eigenen aktivierten Bänder für die Station manuell als NOT QRV markiert wurden, ist auch in diesem Fall keine aktuelle Contestmöglichkeit mehr vorhanden.
Stationen mit einem Score von 0 bleiben in der Benutzerliste sichtbar, erscheinen aber nicht in der Prioritätsliste.
Welche Informationen erhöhen oder verringern den Score?
Der Score entsteht aus mehreren voneinander unabhängigen Hinweisen. Ein einzelnes Kriterium entscheidet daher normalerweise nicht über den endgültigen Listenplatz.
| Faktor | Wirkung auf die Priorisierung |
|---|---|
| Worked-Status | Ein noch auf keinem unterstützten Band gearbeitetes Rufzeichen erhält eine höhere Ausgangspriorität. Bereits gearbeitete Stationen werden niedriger bewertet, bleiben bei offenen Bandmöglichkeiten aber Kandidaten. |
| Verfügbare Bänder | Mehrere gemeinsam nutzbare und noch nicht gearbeitete Bänder erhöhen die Priorität. Optional kann für Band-Upgrades ein zusätzlicher Boost aktiviert werden. |
| Entfernung | Entfernungen unter 200 km werden niedriger gewichtet. Der Bereich zwischen 200 km und dem konfigurierten maximalen QRB wird bevorzugt. Stationen jenseits des maximalen QRB werden deutlich herabgestuft. Fehlt der QRB, entfällt dieser Faktor. |
| Antennenrichtung | Liegt der QTF zur Gegenstation innerhalb der Hälfte des konfigurierten Antennen-Öffnungswinkels um den aktuellen eigenen QTF, steigt der Score. Je näher die Richtungen zusammenliegen, desto stärker wirkt der Hinweis. |
| AirScout | Mindestens ein aktuell erreichbares Flugzeug erhöht den Score. Eine erwartete AP-Gelegenheit in null, einer oder zwei Minuten wird zusätzlich zeitlich gewichtet. |
| Aktuelle Chat-Aktivität | Eine Nachricht innerhalb der letzten Minute wirkt stärker als eine Nachricht innerhalb der letzten drei Minuten. Mehrere eingehende Zeilen innerhalb des Aktivitätsfensters erhöhen den Score zusätzlich. |
| Positive Signale | Erkannte Angaben wie QRV, READY, RGR, OK, TNX oder vergleichbare konfigurierte Textmuster werden für einige Minuten als positiver Hinweis berücksichtigt. |
| Antwortverhalten | Reagiert eine Station nach einer eigenen /cq-Nachricht schnell mit einer weiteren sichtbaren Chat-Zeile, wirkt sich die gemittelte Reaktionszeit positiv aus. Bleibt eine solche Zeile aus, entsteht nach dem konfigurierten Timeout eine negative Bewertung. |
| Skeds | Ein eingetragener Sked erhöht die Priorität zunächst leicht. Innerhalb der letzten 15 Minuten vor dem Termin steigt der Einfluss kontinuierlich an. Zwischen drei Minuten vor und einer Minute nach dem Termin erhält der Sked eine sehr hohe Priorität. |
| Fehlgeschlagener Versuch | Sked fail reduziert den Score der Station stark, bis die Markierung mit Reset fail zurückgesetzt oder KST4Contest neu gestartet wird. |
Das standardmäßige Aktivitätsfenster für die Anzahl eingehender Nachrichten beträgt 180 Sekunden. Eine aktuelle Nachricht innerhalb der letzten 60 Sekunden wird noch einmal gesondert bewertet. Der standardmäßige No-Reply-Timeout beträgt 13 Minuten.
Beim Antwortverhalten kann KST4Contest nicht sicher feststellen, ob eine nachfolgende öffentliche oder private Nachricht tatsächlich die Antwort auf die eigene Anfrage war. Jede anschließend empfangene Zeile derselben Station beendet deshalb den laufenden Antwortzeitversuch. Der Wert ist eine praktische Näherung und keine statistisch belastbare Antwortquote.
Was bedeutet ein eingetragener Sked?
Ein Sked ist eine zeitlich vereinbarte Arbeitsaufgabe. Deshalb übersteuert ein unmittelbar bevorstehender Sked die meisten normalen Aktivitäts- und Entfernungshinweise. Ohne diese Gewichtung könnte eine gerade sehr aktive Station einen vereinbarten Termin aus der Prioritätsliste verdrängen.
Der starke Sked-Boost ist absichtlich auf den Zeitraum von drei Minuten vor bis eine Minute nach dem eingetragenen Termin begrenzt. Ein weiter in der Zukunft liegender Sked bleibt sichtbar, soll den laufenden Betrieb aber noch nicht dominieren.
Die Bewertung wird für das normalisierte Basisrufzeichen vorgenommen. Ein Sked für eine aktive Variante wie 9A0BB-23 beeinflusst daher den gemeinsamen Score der zu 9A0BB gehörenden Chat-Einträge.
Wie werden mehrere SSIDs und Chat-Kategorien behandelt?
Aktive Rufzeichen wie 9A0BB-2, 9A0BB-70, 9A0BB-23 und 9A0BB-13 bleiben getrennte Chatmember. Dadurch können Nachrichten weiterhin an das vollständige Rufzeichen und die richtige Chat-Kategorie adressiert werden.
Worked-, Band-, NOT-QRV- und Score-Informationen beziehen sich dagegen auf das gemeinsame Basisrufzeichen 9A0BB. Der Score wird deshalb einmal berechnet und auf alle aktiven Varianten übertragen. Die Benutzerliste kann mehrere getrennte Zeilen mit demselben Score enthalten; in der Prioritätsliste erscheint das Basisrufzeichen nur einmal.
Als konkretes Nachrichtenziel verwendet KST4Contest den zuletzt passenden aktiven Login in der zuletzt verwendeten Chat-Kategorie. Beim Anklicken eines Kandidaten wird anschließend das vollständige Rufzeichen einschließlich Suffix und Kategorie ausgewählt.
Aktualisierung und Anzeige
Änderungen durch neue Nachrichten, AirScout-Daten, Skeds, Worked-Informationen oder manuelle NOT-QRV- und Sked-fail-Markierungen fordern unmittelbar eine Neuberechnung an. Zusätzlich wird der Score regelmäßig im Hintergrund aktualisiert, weil Aktivitäts-, AP- und Sked-Informationen auch ohne neues Ereignis altern.
Eine kurze Verzögerung von einigen Sekunden zwischen einem Ereignis und der sichtbaren neuen Reihenfolge ist daher normal.
Die Benutzeroberfläche zeigt den Score an drei Stellen:
- als numerisch sortierbare Spalte Score in der Benutzerliste,
- für die ausgewählte Station im Bereich Further Info und
- als kompakte Liste der beiden derzeit höchstbewerteten Kandidaten mit einem zusätzlichen Fenster für bis zu 15 Kandidaten.
Bedienung: Prioritätsliste in der Benutzeroberfläche.
Was sagt der Score nicht aus?
Der Zahlenwert ist weder eine Erfolgswahrscheinlichkeit noch eine Signalprognose. Ein doppelt so hoher Score bedeutet nicht, dass ein QSO doppelt so wahrscheinlich ist.
Die Berechnung kennt unter anderem nicht:
- die tatsächliche Antennenrichtung der Gegenstation,
- deren momentane Betriebssituation,
- lokale Störungen,
- kurzfristige Ausbreitungsänderungen,
- Geländeabschattungen außerhalb der jeweils angebundenen Funktionen oder
- die Frage, ob eine im Chat aktive Station tatsächlich gerade am Funkgerät sitzt.
Auch bekannte Eingabedaten können veraltet oder missverständlich sein. Eine erkannte Frequenz belegt beispielsweise nur, dass diese QRG kürzlich im Zusammenhang mit der Station aufgetreten ist.
Im Klartext: Der Score ersetzt nicht die Entscheidung des Operators. Er sorgt dafür, dass die dafür bereits vorhandenen Informationen nicht bei jedem Kandidaten erneut im Kopf zusammengesucht werden müssen.
Zugehörige Einstellungen:
- Aktivierte Bänder
- Antennen-Öffnungswinkel
- Standard-Maximum-QRB
- AirScout-Einstellungen
- Band-Upgrade-Hinweis und Priority Boost
AP- und Sked-Timeline
Die Timeline stellt bevorstehende Aircraft-Scatter-Gelegenheiten und eingetragene Skeds für die nächsten 30 Minuten gemeinsam dar. Sie beantwortet damit zwei Fragen auf einen Blick:
- Wann entsteht voraussichtlich eine interessante AP-Gelegenheit?
- Welcher bereits vereinbarte Sked nähert sich unabhängig davon?
Weiter in der Zukunft liegende Ereignisse erscheinen rechts. Mit ablaufender Zeit wandern sie nach links in Richtung des aktuellen Zeitpunkts.
AP-Kandidaten
AP-Kandidaten erscheinen in den oberen Spuren. Pro Ankunftsminute können bis zu vier ausgewählte Kandidaten dargestellt werden. Die Auswahl berücksichtigt den Priority Score und das von AirScout gemeldete Reflexionspotenzial.
Die Farbe des AP-Symbols kennzeichnet das Reflexionspotenzial:
| Farbe | Reflexionspotenzial |
|---|---|
| Magenta | mindestens 95 % |
| Rot | mindestens 75 % |
| Gelb | mindestens 50 % |
| Blau | unter 50 % |
Die Farbe ist keine QSO-Wahrscheinlichkeit. Sie gibt den von AirScout übernommenen Wert für die berechnete Reflexionsgeometrie wieder.
Ein Klick auf einen AP-Kandidaten wählt den dazugehörigen aktiven Chatmember einschließlich Rufzeichensuffix und Chat-Kategorie aus. Dadurch kann unmittelbar eine passende Nachricht vorbereitet werden.
Skeds
Skeds erscheinen als Rauten in der unteren Spur. Die Beschriftung verwendet das vollständige KST-Rufzeichen, beispielsweise SKED: DN9APW-2. Dadurch bleibt erkennbar, welcher konkrete Login für den Termin ausgewählt wurde.
Der Tooltip eines Skeds zeigt mindestens:
- das vollständige KST-Rufzeichen,
- das vereinbarte Band und
- den QTF zur Gegenstation.
Sind passende AirScout-Daten vorhanden, werden zusätzlich die aktuelle AP-Erreichbarkeit und die nächste berechnete AP-Gelegenheit angezeigt.
Berücksichtigung der Antennenrichtung
Liegt der QTF eines Ereignisses deutlich außerhalb der aktuellen Antennenrichtung, wird dessen Symbol transparenter dargestellt. Die Beschriftung bleibt lesbar. Liegt das Ziel nahe der Mitte des konfigurierten Antennenbereichs, wird das Symbol zusätzlich hervorgehoben.
Diese Darstellung verändert weder den Sked noch den Priority Score. Sie ist eine optische Hilfe, um Kandidaten in der aktuellen Antennenrichtung schneller zu erkennen.
Die Timeline ist eine Vorschau. AirScout-Daten können sich ändern, und ein eingetragener Sked garantiert weder eine freie Frequenz noch eine tatsächlich vorhandene Ausbreitungsverbindung.
Intervall-Beacon
KST4Contest kann wiederkehrende CQ-Nachrichten in den öffentlichen Chat senden. Beide Chat-Kategorien verwenden ein gemeinsames Intervall, besitzen aber jeweils einen eigenen Aktivierungsschalter und Nachrichtentext. Globale Variablen wie MYQRG, SECONDQRG oder MYLOCATOR werden unmittelbar vor jeder Aussendung aktualisiert.
Der Beacon ist für längeres CQ-Rufen auf einer festen Frequenz gedacht. Beim Absuchen oder häufigen Wechseln der QRG sollte er ausgeschaltet werden, damit keine inzwischen falsche Frequenz verbreitet wird. Details: Konfiguration – Beacon Settings.
Simplelogfile
Details: Log-Synchronisation.
Globale Nachrichtenansichten
Das Stationsinfo-Panel und die PM-Tabelle beantworten Fragen zu einer bestimmten Station oder zur eigenen Kommunikation. Daneben gibt es Nachrichtenströme, die unabhängig von der aktuell ausgewählten Station betrachtet werden müssen.
KST4Contest fasst diese globalen Informationen in drei Ansichten zusammen:
| Ansicht | Inhalt |
|---|---|
| Public messages | Öffentliche Chatnachrichten, CQ-Rufe und Beacons |
| DXCluster messages | Vom ON4KST-Server gelieferte DX-Cluster-Meldungen |
| QSO of the other | Gerichtete Chatnachrichten zwischen zwei anderen Stationen |
Die Ansichten befinden sich als Tabs im unteren Bereich des Hauptfensters. Public messages ist nach dem Programmstart vorausgewählt.
DXCluster messages
Der Tab DXCluster messages zeigt DX-Cluster-Meldungen, die über die bestehende ON4KST-Verbindung empfangen werden. Je nach Inhalt der Meldung stehen folgende Informationen zur Verfügung:
- Zeitpunkt,
- sendende beziehungsweise meldende Station,
- deren Locator,
- gemeldete Station,
- deren Locator,
- QRG,
- Meldungstext und
- globaler Worked-Status der gemeldeten Station.
Nicht jede vom Server übertragene Meldung enthält alle Felder. Ein leeres Locator- oder Nachrichtenfeld bedeutet deshalb nicht zwangsläufig einen Verarbeitungsfehler.
Diese Anzeige darf nicht mit dem integrierten lokalen DX-Cluster-Server verwechselt werden. Der Tab zeigt empfangene ON4KST-Clusterinformationen. Der lokale Server erzeugt dagegen aus einer erkannten Richtungsgelegenheit einen Spot und gibt ihn an ein verbundenes Logprogramm weiter.
QSO of the other
Der Tab QSO of the other zeigt gerichtete Chatnachrichten, bei denen weder Absender noch Empfänger die eigene Station sind. Öffentliche Nachrichten an ALL werden nicht aufgenommen.
Die Tabelle enthält:
| Spalte | Bedeutung |
|---|---|
| Time | Zeitpunkt der Chatnachricht |
| Call TX | Absender der Nachricht |
| Last QRG TX | zuletzt für den Absender bekannte QRG |
| wkd TX? | globaler Worked-Status des Absenders |
| Call RX | Empfänger der Nachricht |
| Last QRG RX | zuletzt für den Empfänger bekannte QRG |
| wkd RX? | globaler Worked-Status des Empfängers |
| Message | Inhalt der gerichteten Nachricht |
| Category | Chat-Kategorie der Nachricht |
Die beiden QRG-Spalten zeigen den zuletzt in KST4Contest bekannten Wert der jeweiligen Station. Das ist nicht zwangsläufig die Frequenz, auf der sich die beiden Stationen gerade verabreden. Die QRG kann aus einer früheren Nachricht stammen und sich inzwischen geändert haben.
Auch die Worked-Spalten sind bewusst bandunabhängig. Ein X bedeutet, dass das betreffende Basisrufzeichen auf mindestens einem Band gearbeitet wurde. Daraus folgt nicht, dass es auf der in der Tabelle sichtbaren oder vermuteten QRG bereits gearbeitet wurde.
Die Bezeichnung QSO of the other ist eine praktische Kurzform. Eine gerichtete Nachricht beweist weder, dass anschließend ein Funkkontakt zustande kam, noch dass beide Stationen tatsächlich auf derselben Frequenz arbeiten. Die Ansicht zeigt beobachtbare Koordination im Chat – nicht das Logbuch der anderen Stationen.
Zusätzliches Monitorfenster
Dieselben DX-Cluster-Meldungen und gerichteten Nachrichten stehen weiterhin im separaten Fenster Cluster & QSO of the other zur Verfügung. Dort erscheinen die DX-Cluster-Tabelle oben und die Nachrichten zwischen anderen Stationen darunter.
Das separate Fenster und die Tabs verwenden dieselben zugrunde liegenden Listen. Eine Meldung wird dadurch nicht doppelt empfangen oder doppelt gespeichert. Es handelt sich lediglich um zwei Darstellungen derselben Daten.
Das Monitorfenster kann über Windows → Hide cluster / stranger QSOs ausgeblendet und mit Show cluster / stranger QSOs wieder eingeblendet werden. Wer den Platz nicht benötigt, kann das Fenster daher schließen oder minimieren, ohne auf die entsprechenden Tabs im Hauptfenster verzichten zu müssen.
Die vollständigen Texte abgeschnittener Nachrichten erscheinen als Tooltip. Erkannte Webadressen können wie in den übrigen Nachrichtentabellen angeklickt und im Standardbrowser geöffnet werden.
Die Ansichten helfen dabei, Aktivität und Koordination anderer Stationen zu erkennen. Bei hohem Chat-Aufkommen entsteht daraus allerdings schnell mehr Information als Erkenntnis. Das separate Fenster ist deshalb vor allem dann nützlich, wenn ein bestimmter Kommunikationsfluss gezielt beobachtet werden soll.
Stationskarte und Streckenanalyse (ab v1.41)
Eine lange Benutzerliste beantwortet zwei geografische Fragen nur unzureichend: Wo befinden sich die eingeloggten Stationen, und welche davon liegen ungefähr in der aktuellen Antennenrichtung? Die Stationskarte überträgt deshalb die bereits bekannten Locator-, Richtungs-, Band- und Worked-Informationen in eine interaktive Kartenansicht.
Die Karte ist keine zweite, unabhängig verwaltete Stationsliste. Sie verwendet die aktuell durch die Filter der Benutzerliste sichtbaren Chatmember. Wird beispielsweise nach Entfernung, Richtung, Worked-Status oder einem bestimmten Band gefiltert, wirkt sich dies auch auf die dargestellten Stationen aus. In der Kopfzeile der Karte wird angezeigt, wie viele Stationen sichtbar sind und ob eine gefilterte Ansicht aktiv ist.
Welche Stationen werden dargestellt?
Für einen Kartenmarker benötigt KST4Contest einen brauchbaren sechsstelligen Locator. Chatmember ohne einen solchen Locator können in der Benutzerliste vorhanden sein, erscheinen aber nicht auf der Karte.
Mehrere aktive Chat-Einträge desselben Basisrufzeichens werden für die Kartenansicht zusammengefasst. Das verhindert, dass beispielsweise getrennte Logins in mehreren Chat-Kategorien mehrere Marker an derselben geografischen Position erzeugen. Als sichtbares Rufzeichen und für die Detailinformationen wird die zuletzt geeignete aktive Variante verwendet.
Die Beschriftung eines Markers kann zusätzlich enthalten:
- die für die Station erkannten aktiven Bänder,
B+, wenn mindestens ein eigenes aktiviertes und noch nicht gearbeitetes Band angeboten wird.
Die Bandangaben verwenden dieselbe Herleitung wie die Bandspalten, der Filter New bands und der Priority Score. Aktuelle QRG-Erkennungen, Bandangaben im Namensfeld, Worked-Informationen und manuelle NOT-QRV-Markierungen werden daher auch in der Kartenansicht konsistent berücksichtigt.
Bedeutung der Markerfarben
| Darstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Blauer Rand | Station ohne eine der nachfolgenden besonderen Markierungen |
| Gelber Rand | Das Basisrufzeichen wurde bereits auf mindestens einem Band gearbeitet |
| Grün | Für die Station besteht eine aus gerichteten Chatnachrichten hergeleitete Richtungsgelegenheit |
| Orange | Aktuell ausgewählte Station |
Treffen mehrere Zustände gleichzeitig zu, hat die für den Betrieb wichtigere Markierung Vorrang. Eine ausgewählte Station bleibt deshalb orange; eine Richtungsgelegenheit wird grün dargestellt, auch wenn das Rufzeichen bereits gearbeitet wurde.
Bei niedrigen Zoomstufen werden räumlich dicht beieinanderliegende Stationen zu einem Cluster zusammengefasst. Die Zahl im Cluster gibt die Anzahl der enthaltenen Stationen an. Ein Klick zoomt weiter hinein, wählt aber noch keine einzelne Station aus. Die aktuell ausgewählte Station und grün markierte Richtungsgelegenheiten bleiben auch bei niedriger Zoomstufe als einzelne Marker sichtbar.
Auswahl und geografische Hilfen
Ein Klick auf einen einzelnen Stationsmarker:
- wählt den dazugehörigen aktiven Chatmember aus,
- scrollt die Benutzerliste zu diesem Eintrag,
- aktualisiert den Further Info-Bereich und
- bereitet das Rufzeichen wie bei einer Auswahl in der Benutzerliste als Nachrichtenziel vor.
Für die ausgewählte Station zeichnet KST4Contest eine Verbindungslinie von der eigenen Station zum Ziel. Der eingezeichnete Antennensektor verwendet:
- den aktuellen eigenen QTF,
- den konfigurierten Antennen-Öffnungswinkel und
- das konfigurierte Standard-Maximum-QRB.
Das Maidenhead-Raster passt seine Genauigkeit an die Zoomstufe und den sichtbaren Kartenausschnitt an. Es dient der räumlichen Orientierung; die Position eines Stationsmarkers wird aus dem sechsstelligen Locator abgeleitet und ist deshalb keine exakte GPS-Position.
Strecken- und Geländeprofil
Nach Auswahl einer Station fordert KST4Contest ein Höhenprofil zwischen dem eigenen und dem fremden Locator an. Die aktive Online-Datenquelle ist die Open-Meteo Elevation API mit Geländedaten auf Basis von Copernicus GLO-90.
Die Online-Abfrage ist auf höchstens 100 gleichmäßig über die Strecke verteilte Höhenpunkte begrenzt. Eine 100 Kilometer lange Strecke wird damit grob im Abstand von etwa einem Kilometer abgetastet. Bei kürzeren Strecken wird der Abstand entsprechend kleiner, schmale Hindernisse können trotzdem zwischen zwei Abfragepunkten liegen.
Aus den Höhenpunkten berechnet KST4Contest unter anderem:
- das Geländeprofil,
- die geometrische Sichtlinie,
- die Erdkrümmung mit einem festen effektiven Erdradiusfaktor von
k = 4/3, - den geometrischen Radiohorizont beider Stationen,
- relevante Geländehorizonte,
- die erste Fresnel-Zone,
- die geringste Fresnel-Freiheit,
- den stärksten erkannten Eingriff in die Fresnel-Zone und
- eine grobe Einzelhindernis- beziehungsweise Knife-Edge-Abschätzung.
Die eingestellte eigene Antennenhöhe wird zur lokalen Geländehöhe addiert. Für die Gegenstation wird derzeit eine feste angenommene Antennenhöhe von 10 Metern über Grund verwendet.
Bewegst du die Maus über das Profil, wird der dazugehörige Abfragepunkt zusätzlich auf der Karte markiert. Dadurch lässt sich ein auffälliger Berg oder Geländeeinschnitt leichter einer geografischen Position zuordnen.
Welche Frequenz wird für die Berechnung verwendet?
Die Frequenz beeinflusst insbesondere die Größe der Fresnel-Zone, die Freiraumdämpfung und das Link-Budget. KST4Contest versucht deshalb, für die ausgewählte Station eine passende Analysefrequenz zu bestimmen.
Vorrangig wird eine aktuell bekannte QRG auf einem eigenen aktivierten und für die Gegenstation nutzbaren Band verwendet. Fehlt eine geeignete QRG, wird aus den vorhandenen Bandinformationen ein automatisches Analyseband hergeleitet und dessen Standardfrequenz verwendet. Manuelle NOT-QRV-Markierungen werden dabei berücksichtigt.
Die tatsächlich verwendete Frequenz steht im Feld Frequency der Streckenanalyse. Sie sollte kontrolliert werden, wenn die automatische Zuordnung nicht zur vorgesehenen Funkverbindung passt. Eine Berechnung auf 144 MHz ist für eine geplante Verbindung auf 1296 MHz keine gleichwertige Näherung.
Link-Budget und Tropo-Spalte
Zusätzlich zur geometrischen Bewertung erstellt KST4Contest eine vereinfachte Link-Budget-Abschätzung. Verwendet werden:
- die konfigurierte eigene Sendeleistung,
- der eigene Antennengewinn,
- die angenommene Sendeleistung der Gegenstation,
- der angenommene Antennengewinn der Gegenstation,
- eine frequenzabhängig geschätzte Speiseleitungsdämpfung,
- die Freiraumdämpfung und
- gegebenenfalls eine grobe zusätzliche Hindernisdämpfung.
Antennengewinne werden in dBi eingegeben. Ein in dBd bekannter Wert muss deshalb vor der Eingabe um 2,15 dB erhöht werden.
Die Berechnung betrachtet beide Übertragungsrichtungen. Der daraus abgeleitete ungünstigere SSB-Wert wird als Tropo-Marge für die Station gespeichert und kann anschließend in der Tropo-Spalte, beim Sortieren und durch den Filter Tropo >=0dB verwendet werden.
Karte und Benutzerliste führen keine voneinander unabhängigen Berechnungen durch. Sie verwenden denselben Reachability-Service und denselben Ergebnisspeicher. Eine über die Karte oder mit Calc selected angestoßene Berechnung kann deshalb anschließend auch in der Benutzerliste erscheinen.
Es wird absichtlich keine automatische Online-Geländeabfrage für jeden sichtbaren Chatmember gestartet. Eine Berechnung erfolgt durch eine ausdrückliche Auswahl in der Karte oder über Calc selected. Das begrenzt API-Anfragen und verhindert, dass jede Tabellenaktualisierung eine neue Serie von Höhenabfragen auslöst.
Pfadanalyse ausblenden
Das Geländeprofil und die ausführliche Analyse benötigen einen erheblichen Teil der Fensterhöhe. Werden sie gerade nicht gebraucht, können beide Bereiche gemeinsam mit Hide path analysis ausgeblendet werden. Die Karte nutzt den frei werdenden Platz unmittelbar.
Mit Show path analysis werden Profil und Detailwerte wieder eingeblendet. Das zuletzt berechnete Ergebnis bleibt erhalten. Die gewählte Sichtbarkeit wird in den Einstellungen gespeichert und beim nächsten Programmstart wiederhergestellt.
Der rechte Detailbereich ist über einen Divider in der Breite verstellbar. Er kann so weit verkleinert werden, dass mehr Platz für die Karte entsteht, ohne ein Rufzeichen mit üblicher Länge vollständig zu verdecken.
Was sagt die Streckenanalyse nicht aus?
Die Auswertung ist ein geometrisches und rechnerisches Modell. Sie misst weder die tatsächliche Feldstärke noch die momentanen Ausbreitungsbedingungen.
Insbesondere kennt KST4Contest nicht:
- die wirkliche Antennenhöhe und den tatsächlichen Antennengewinn der Gegenstation,
- deren Sendeleistung und Speiseleitungsverluste,
- Gebäude, Bewuchs und andere Hindernisse, die im Höhenmodell nicht enthalten sind,
- lokale Störungen und Empfängereigenschaften,
- den aktuellen atmosphärischen K-Faktor,
- Inversionsschichten oder Ducting und
- die tatsächliche Antennenrichtung der Gegenstation.
Die unter Mechanisms genannten Ausbreitungswege sind eine allgemeine Einordnung anhand der Geländegeometrie. Eine Nennung von Aircraft Scatter bedeutet nicht, dass aktuelle Flugzeuge aus AirScout in die Geländeanalyse eingerechnet wurden.
Im Klartext: Ein freier Weg ist ein nützlicher positiver Hinweis. Ein geometrisch versperrter Weg bedeutet im VHF-, UHF- und Mikrowellenbereich aber nicht automatisch „unmöglich“. Ebenso garantiert ein positives Link-Budget kein QSO.
Bedienung: Stationskarte in der Benutzeroberfläche
Konfiguration: Streckenanalyse und Link-Budget
Begrenzte Nachrichtenspeicher (ab v1.41)
Chat- und DX-Cluster-Meldungen werden während des Betriebs im Arbeitsspeicher gehalten. Damit ein mehrtägiger Contest nicht zu einem unbegrenzt wachsenden Speicherverbrauch und immer langsameren Tabellen führt, besitzen beide Speicher feste Grenzen:
| Nachrichtenspeicher | Maximale Größe | Größe nach dem automatischen Aufräumen |
|---|---|---|
| Chatnachrichten | 30.000 | 25.000 |
| DX-Cluster-Meldungen | 10.000 | 8.000 |
Wird die jeweilige Maximalgröße überschritten, entfernt KST4Contest die ältesten Einträge am Ende der Liste. Neue Nachrichten bleiben erhalten und werden weiterhin zuerst angezeigt.
Die öffentlichen Nachrichten, PMs, Stationsinformationen und QSO of the other besitzen keine voneinander getrennten 30.000-Einträge-Speicher. Sie sind gefilterte Ansichten derselben globalen Chatnachrichtenliste. Auch die DX-Cluster-Tabelle im Hauptfenster und die Tabelle im separaten Monitorfenster verwenden denselben Cluster-Speicher.
Die Nachrichten werden nicht dauerhaft gespeichert. Nach einem Neustart beginnen die Ansichten wieder mit leeren Listen.
Bildschirmgerechte Fenstergröße (ab v1.41)
Beim Programmstart berechnet KST4Contest eine bildschirmgerechte Startgröße für das Hauptfenster:
- Die gespeicherte Fenstergröße aus der letzten Session wird verwendet – aber niemals größer als der aktuelle Bildschirm.
- Wenn KST4Contest zuletzt auf einem größeren Monitor betrieben wurde, wird das Fenster automatisch auf die aktuelle Anzeige verkleinert.
- Das UI-Layout ist kompakter und reaktionsfähiger auf kleineren Bildschirmen.
Damit werden unbrauchbare, abgeschnittene Fenster beim Wechsel zwischen Geräten oder Monitoren verhindert.








