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Konfiguration
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Nach dem ersten Start öffnet sich das Einstellungsfenster – dieses ist der zentrale Ausgangspunkt für alle Konfigurationen. Es empfiehlt sich, das Einstellungsfenster während des Betriebs geöffnet zu lassen (z. B. um den Beacon schnell ein- und auszuschalten).
Wichtig: Nach jeder Änderung unbedingt „Save Settings" klicken! Die Einstellungen werden unter Linux in
~/.praktikst/preferences.xmlund unter Windows in%USERPROFILE%\.praktikst\preferences.xml(bzw.C:\Users\<Benutzername>\.praktikst\preferences.xml) gespeichert. Ab v1.21 werden auch Fenstergrößen und Divider-Positionen beim Speichern gesichert.
Station Settings (Stationseinstellungen)
Login und Chat-Kategorien
Hier werden die Zugangsdaten für den ON4KST-Chat eingetragen (Rufzeichen und Passwort). Zudem wird die primäre Chat-Kategorie (z. B. IARU Region 1 VHF/Microwave) ausgewählt.
Mit der Option für einen zweiten Chat (Multi-Channel-Login) kann man sich gleichzeitig in eine weitere Kategorie (z. B. UHF/SHF) einloggen. Beide Chats werden dann parallel überwacht. Hier kann optional auch ein abweichender Login-Name für den zweiten Chat vergeben werden (nützlich für Opposite Station Multi-Callsign Logging).
Rufzeichen und Locator
Eigenes Rufzeichen und Maidenhead-Locator (6-stellig, z. B. JN49IJ) eintragen. Diese Werte werden für Distanz- und Richtungsberechnungen benötigt.
Aktivierte Bänder
Über die Checkboxen My station uses … wird festgelegt, auf welchen Bändern die eigene Station im aktuellen Setup arbeiten kann. Unterstützt werden 50 MHz, 70 MHz, 144 MHz, 432 MHz, 1296 MHz, 2320 MHz, 3400 MHz, 5760 MHz und 10 GHz.
Die Auswahl steuert nicht nur die sichtbaren Bandspalten. Sie wird außerdem verwendet für:
- die bandbezogenen Worked- und NOT-QRV-Filter,
- die im Further Info-Bereich sichtbaren NOT-QRV-Schalter,
- die Herleitung von
a- undB+-Bandmöglichkeiten, - den Filter New bands,
- den Band-Upgrade-Hinweis nach einem Logeintrag und
- bandbezogene Prioritäts- und Reachability-Funktionen.
Nach einer Änderung Save Settings verwenden und KST4Contest neu starten. Die Bandspalten und mehrere zugehörige Bedienelemente werden beim Aufbau der Benutzeroberfläche erzeugt und deshalb nicht vollständig in der laufenden Sitzung ergänzt oder entfernt.
Antennen-Öffnungswinkel (Antenna Beamwidth)
Trage den vollständigen horizontalen Öffnungswinkel der eigenen Antenne in Grad ein. KST4Contest verwendet jeweils die Hälfte dieses Werts links und rechts der gewählten beziehungsweise hergeleiteten Antennenrichtung. Ein eingetragener Wert von 70° entspricht daher einem Korridor von ±35°.
Der Wert wird an mehreren Stellen verwendet:
- für den QTF-Filter der Benutzerliste,
- für die Darstellung des eigenen Antennenkorridors,
- als angenommener Öffnungswinkel einer fremden Station bei der Herleitung von Richtungsgelegenheiten.
Der letzte Punkt ist bewusst eine Näherung. ON4KST überträgt weder die verwendete Antenne noch deren Öffnungswinkel. KST4Contest verwendet deshalb den eigenen Wert als praktikable Annahme für die Gegenstation.
Wähle einen realistischen Wert. Ein zu großer Öffnungswinkel erzeugt viele geometrische Treffer, die praktisch kaum noch eine Aussage haben. Ein zu kleiner Wert kann dagegen brauchbare Richtungsgelegenheiten ausblenden.
Standard-Maximum-QRB
Trage die maximale Entfernung in Kilometern ein, innerhalb der KST4Contest Richtungsgelegenheiten berücksichtigen soll. Maßgeblich ist die Entfernung zwischen der eigenen Station und dem Absender der gerichteten Nachricht – nicht die Entfernung zwischen Absender und Empfänger.
Liegt der Absender weiter entfernt, wird die Situation auch dann nicht hervorgehoben und nicht als Richtungsgelegenheit an den lokalen DX-Cluster-Server weitergegeben, wenn der berechnete Winkel passen würde.
Der Wert sollte zum eigenen Stationsaufbau und zum vorgesehenen Contestbetrieb passen. Ein unnötig großer Bereich erzeugt Hinweise für Stationen, die praktisch nicht mehr zum Arbeitsbereich gehören; ein zu kleiner Bereich blendet mögliche Kandidaten bereits vor der Richtungsbewertung aus.
Streckenanalyse und Link-Budget
Die Stationskarte verwendet mehrere Werte aus dem Reiter Station, um das Geländeprofil und das Link-Budget zur ausgewählten Gegenstation zu berechnen. Die Angaben zum eigenen Stationsaufbau sollten deshalb möglichst realistisch sein. Bei der Gegenstation handelt es sich dagegen um globale Annahmen, solange keine genaueren Daten vorliegen.
| Einstellung | Verwendung |
|---|---|
| Own antenna height AGL | Höhe der eigenen Antenne über dem lokalen Gelände in Metern |
| Own TX power W | Eigene Sendeleistung in Watt |
| Own ant. gain dBi | Gewinn der eigenen Antenne in dBi |
| DX OM TX power W | Angenommene Sendeleistung der Gegenstation in Watt |
| DX OM ant. gain dBi | Angenommener Antennengewinn der Gegenstation in dBi |
AGL bedeutet Above Ground Level. Trage hier nicht die Höhe über dem Meeresspiegel ein. Die Geländehöhe am eigenen Standort stammt bereits aus dem Höhenprofil; KST4Contest addiert die konfigurierte Antennenhöhe zu diesem Wert.
Für die Gegenstation verwendet KST4Contest derzeit eine feste Antennenhöhe von 10 Metern über dem lokalen Gelände. Sendeleistung und Antennengewinn der Gegenstation stammen aus den beiden DX OM-Feldern. Diese Werte sind bewusst nur Annahmen: Der ON4KST-Chat überträgt weder die tatsächliche Antennenhöhe noch die vollständigen Stationsdaten der Gegenstation.
Antennengewinne müssen in dBi eingetragen werden. Liegt ein Wert in dBd vor, muss vor der Eingabe 2.15 dB addiert werden:
dBi = dBd + 2.15 dB
Die aktuelle QTF, der konfigurierte Antennen-Öffnungswinkel und das Standard-Maximum-QRB beeinflussen die Darstellung der Stationskarte. Die für die eigene Station aktivierten Bänder und die für die Gegenstation hergeleitete Frequenz wirken sich zusätzlich auf die Auswahl der Analysefrequenz aus.
Für das Geländeprofil berücksichtigt KST4Contest die Antennenhöhen, das Höhenmodell und die Erdkrümmung mit einem festen effektiven Erdradiusfaktor von k = 4/3. Das Link-Budget verwendet außerdem:
- die Entfernung und die aktuelle Analysefrequenz,
- die Sendeleistungen und Antennengewinne beider Stationen,
- frequenzabhängig geschätzte Speiseleitungsverluste,
- die Freiraumdämpfung und
- eine grobe zusätzliche Dämpfung durch das maßgebliche Hindernis im Geländeprofil.
Die Berechnung erfolgt für beide Übertragungsrichtungen. Für die gemeinsame SSB- beziehungsweise CW-Marge ist die ungünstigere Richtung maßgeblich. Zu optimistische Leistungs- oder Antennenwerte verbessern daher zwar das angezeigte Ergebnis, nicht aber den realen Funkweg.
Die Werte bleiben technische Abschätzungen. Aktuelle Ausbreitungsbedingungen, lokale Abschattungen, Bewuchs, Gebäude, Störungen und nicht bekannte Stationsparameter können das tatsächliche Ergebnis deutlich verändern. Bedienung, Frequenzauswahl und Grenzen der Berechnung sind unter Stationskarte und Streckenanalyse beschrieben.
Log-Sync-Einstellungen
Drei Methoden stehen zur Verfügung, um gearbeitete Stationen automatisch zu markieren. Details: Log-Synchronisation.
Universal File Based Callsign Interpreter (Simplelogfile)
Interpretiert beliebige Log-Dateien per Regex nach Rufzeichen-Mustern. Keine Bandinformation möglich. Geeignet als Fallback oder für nicht direkt unterstützte Logprogramme.
Netzwerk-Listener für QSO-UDP-Broadcast
Empfohlene Methode. KST4Contest hört auf UDP-Pakete, die das Logprogramm beim Speichern eines QSOs an die Broadcast-Adresse sendet. Die Stationen werden mit Bandinformation markiert. UDP-Port: Standard 12060. (Wird z. B. von UCXLog, N1MM+, QARTest, DXLog.net genutzt).
Win-Test Network-Listener (Zusätzlicher UDP-Listener)
Dedizierter Netzwerk-Erkenner für Win-Test. KST4Contest empfängt und verarbeitet Win-Test-spezifische UDP-Pakete (inkl. Sked-Übergabe) auf dem dafür konfigurierten Port.
TRX-Sync-Einstellungen
Die TRX-Synchronisation übernimmt die aktuelle Frequenz aus dem Logprogramm und stellt sie in KST4Contest als eigene QRG der ersten Chat-Kategorie bereit. QSO- und Frequenzsynchronisation verwenden teilweise denselben UDP-Empfänger, sind funktional aber voneinander getrennt: Ein empfangenes RadioInfo-Paket markiert keine Station als gearbeitet, und ein QSO-Paket ändert nicht automatisch die eigene QRG.
Verfügbare QRG-Quellen
| Quelle | Aktivierung | Verhalten |
|---|---|---|
| Allgemeiner RadioInfo-Listener | Update MYQRG from RadioInfo messages received on the shared log-sync port |
Verarbeitet kompatible RadioInfo-Pakete auf dem gemeinsam mit der QSO-Synchronisation verwendeten UDP-Port. Der Standardport ist 12060. |
| Win-Test STATUS | Win-Test STATUS QRG Sync |
Verarbeitet die Haupt- oder Pass-Frequenz aus nativen Win-Test-STATUS-Paketen. Der Win-Test-Listener verwendet seinen separat konfigurierten Port, standardmäßig 9871. |
| Manuelle Eingabe | Beide automatischen QRG-Quellen deaktivieren | Die eigene QRG kann im Hauptfenster von Hand eingetragen werden. |
Der allgemeine Listener ist für Logprogramme vorgesehen, die kompatible RadioInfo-Pakete senden. Dazu gehören – abhängig von deren jeweiliger Konfiguration – UCXLog, N1MM+, QARTest und DXLog.net. QSO- und RadioInfo-Pakete verwenden denselben unter Log sync konfigurierten Port. Dort wird jedoch getrennt festgelegt, ob KST4Contest QSO-Informationen, TRX-Informationen oder beide Paketarten verarbeitet.
Wird der gemeinsame UDP-Port geändert, muss KST4Contest neu gestartet werden. Eine reine Änderung der Checkboxen wird dagegen sofort berücksichtigt.
Welche QRG wird aktualisiert?
Beide automatischen Quellen aktualisieren ausschließlich MYQRG. Das ist die eigene QRG der ersten beziehungsweise primären Chat-Kategorie.
Bei aktiviertem zweiten Chat bleibt dessen QRG davon unabhängig. Sie wird nicht aus den empfangenen TRX-Paketen abgeleitet und steht als SECONDQRG zur Verfügung. Dadurch kann beispielsweise die erste Kategorie automatisch der Frequenz des Logprogramms folgen, während für die zweite Kategorie eine eigene QRG von Hand eingetragen wird.
Sobald mindestens eine automatische QRG-Quelle aktiviert ist, wird das QRG-Feld der ersten Kategorie im Hauptfenster an den empfangenen Wert gebunden. Eine manuelle Eingabe in dieses Feld ist wieder möglich, wenn sowohl der allgemeine RadioInfo-Listener als auch die Win-Test-STATUS-Synchronisation deaktiviert sind.
Haupt- oder Pass-Frequenz aus Win-Test
Standardmäßig verwendet KST4Contest die Hauptfrequenz des empfangenen Win-Test-STATUS-Pakets.
Die Option Use pass frequency from Win-Test STATUS verwendet stattdessen die im Paket enthaltene Pass-Frequenz. Das ist beispielsweise sinnvoll, wenn Win-Test im Split-Betrieb eine abweichende Frequenz führt und genau diese im Chat als Arbeitsfrequenz veröffentlicht werden soll.
Enthält das Paket keine gültige Pass-Frequenz, fällt KST4Contest automatisch auf die Hauptfrequenz zurück. Eine fehlende Pass-Frequenz löscht daher weder MYQRG noch ersetzt sie den Wert durch eine offensichtlich falsche Zahl.
Die Frequenzen werden einheitlich im KST4Contest-Format dargestellt, beispielsweise:
50.300.00
144.300.00
1296.100.00
10368.100.00
Die Werte werden erst beim Auflösen des Nachrichtentextes eingesetzt. Ändert das Logprogramm zwischen zwei Beacon-Läufen die Frequenz, verwendet die nächste Nachricht bereits den aktualisierten Wert.
Die eigene QRG kann außerdem als Fallback für die Übergabe eines Skeds an Win-Test verwendet werden. Das geschieht nur, wenn die QRG auswertbar ist und zum ausdrücklich ausgewählten Sked-Band gehört. Einzelheiten stehen unter Log-Synchronisation.
Weitere Informationen zu den Textvariablen: Makros und Variablen.
Mehrere Logger oder Funkgeräte
Alle aktivierten QRG-Quellen schreiben in denselben Wert MYQRG. KST4Contest ordnet eingehende RadioInfo- oder STATUS-Pakete derzeit weder einem bestimmten Funkgerät noch einer Chat-Kategorie zu.
Sind der allgemeine RadioInfo-Listener und die Win-Test-Synchronisation gleichzeitig aktiviert, bestimmt deshalb das zuletzt verarbeitete Paket die angezeigte QRG. Dasselbe gilt, wenn mehrere Logger ihre Frequenzpakete an dieselbe KST4Contest-Instanz senden.
Für ein Setup mit mehreren Funkgeräten gilt daher:
- QSO-Pakete dürfen von mehreren Loggern empfangen werden.
- Frequenzpakete sollten nur von der Quelle gesendet werden, die
MYQRGtatsächlich steuern soll. - In einem Win-Test-Netzwerk sollte zusätzlich der Stationsfilter verwendet werden.
- Werden zwei vollständig unabhängige QRG-Synchronisationen benötigt, sind zwei getrennte KST4Contest-Instanzen die eindeutigere Lösung.
Anders ausgedrückt: Mehrere Worked-Quellen lassen sich sinnvoll zusammenführen. Mehrere gleichzeitig sendende Frequenzquellen erzeugen dagegen keine zusätzliche Information, sondern lediglich einen Wettbewerb darum, welches Paket zuletzt angekommen ist.
Nach Abschluss der Konfiguration Save Settings verwenden.
AirScout-Einstellungen
Im Reiter AirScout wird die UDP-Verbindung zwischen KST4Contest und AirScout eingerichtet. KST4Contest fordert dort keine allgemeinen Flugzeugdaten an, sondern übermittelt die aktuell relevanten Stationspfade. AirScout berechnet die dazu passenden Flugzeuge und sendet das Ergebnis an die anfragende KST4Contest-Instanz zurück.
Vorausgesetzt wird AirScout 0.9.9.5 oder neuer.
Einstellungen der UDP-Verbindung
| Einstellung | Standardwert | Verwendung |
|---|---|---|
| Enable AirScout UDP integration | deaktiviert | Aktiviert das Senden von AirScout-Anfragen und die Verarbeitung der Antworten |
| AirScout server identifier | AS |
Logischer Name der angesprochenen AirScout-Instanz |
| KST4Contest client identifier | KST |
Logischer Name dieser KST4Contest-Instanz |
| AirScout UDP port | 9872 |
Gemeinsamer UDP-Port für Anfragen und Antworten |
| Select AirScout frequency automatically per station | aktiviert | Ermittelt Band und Frequenz für jede Gegenstation aus dem aktuellen Stationskontext |
| Forced AirScout band value | 1440000 |
Verwendet bei deaktivierter Automatik einen festen AirScout-Bandwert für alle Stationen |
Ist Enable AirScout UDP integration deaktiviert, sendet KST4Contest keine AirScout-Anfragen und verwirft eingehende AirScout-Antworten. Der UDP-Empfänger kann trotzdem gebunden bleiben, damit sich die Funktion während einer laufenden Verbindung wieder einschalten lässt.
KST4Contest verwendet für ausgehende AirScout-Pakete die Broadcast-Adresse 255.255.255.255. Eine Ziel-IP wird deshalb nicht separat konfiguriert. AirScout und KST4Contest müssen den verwendeten UDP-Broadcast empfangen können; Router leiten einen solchen Broadcast normalerweise nicht in ein anderes Netz weiter. Bei Problemen sollten daher zuerst der UDP-Port, die lokale Firewall und die Netzzuordnung geprüft werden.
Automatische Bandauswahl pro Station
Auto per station ist die empfohlene Einstellung. KST4Contest verwendet dann nicht einen festen Bandwert für alle Gegenstationen, sondern leitet eine geeignete Frequenz aus den verfügbaren Informationen ab.
Die Quellen werden in folgender Reihenfolge ausgewertet:
- die zuletzt erkannte, höchstens 30 Minuten alte QRG der Gegenstation,
- eine eindeutige vollständige QRG im Namensfeld eines aktiven Chat-Eintrags,
- eindeutige Bandangaben im Namensfeld,
- 432 MHz, wenn dieselbe Station gleichzeitig in der VHF/UHF- und Microwave-Kategorie aktiv ist und 432 MHz für die eigene Station aktiviert wurde,
- das niedrigste für die eigene Station aktivierte Band, das zur unterstützten Chat-Kategorie passt.
Aktive Chat-Varianten desselben Basisrufzeichens werden gemeinsam ausgewertet. Die Einträge CALLSIGN, CALLSIGN-2 und CALLSIGN-432 können dadurch gemeinsam zur Bandherleitung beitragen, bleiben für die Nachrichtenverarbeitung aber getrennte Chat-Teilnehmer.
Nur Bänder, die unter My station uses … aktiviert wurden, kommen für die automatische Auswahl infrage. Ein manuell gesetztes NOT-QRV-Kennzeichen schließt das betreffende Band aus und hat Vorrang vor automatisch erkannten QRG- oder Namensinformationen.
Unterstützt werden die Chat-Kategorien für 50/70 MHz, VHF/UHF, Microwave und EME/JT65. Andere ON4KST-Kategorien werden für die AirScout-Bandherleitung ignoriert. Kann keine ausreichend belastbare Frequenz bestimmt werden, sendet KST4Contest für diese Station keine Anfrage. Ein beliebiger Rückfall auf 144 MHz würde zwar ein syntaktisch vollständiges Paket erzeugen, aber nicht zwangsläufig eine sinnvolle Berechnung.
Die automatische AirScout-Auswahl verwendet dieselbe Herleitung wie die interne Streckenanalyse. Damit bewerten beide Funktionen den Stationspfad auf derselben fachlichen Grundlage.
Festes AirScout-Band
Wird Auto per station deaktiviert, verwendet KST4Contest den unter Forced AirScout band value eingetragenen Wert für alle Stationen.
Der Wert wird in der von der AirScout-UDP-Schnittstelle verwendeten Einheit eingetragen:
| Band | AirScout-Wert |
|---|---|
| 50 MHz | 500000 |
| 70 MHz | 700000 |
| 144 MHz | 1440000 |
| 432 MHz | 4320000 |
| 1296 MHz | 12960000 |
| 2320 MHz | 23200000 |
| 3400 MHz | 34000000 |
| 5760 MHz | 57600000 |
| 10368 MHz | 103680000 |
| 24048 MHz | 240480000 |
Im festen Modus wird weder die zuletzt erkannte QRG noch das im Namen genannte Band der Gegenstation berücksichtigt. Diese Einstellung ist deshalb hauptsächlich für einen eindeutig auf ein Band begrenzten Stationsbetrieb oder zur Fehlersuche sinnvoll.
Server- und Client-Identifier
Die Identifier gehören zum AirScout-Protokoll und sind keine DNS-Namen oder IP-Adressen.
Ausgehende Anfragen enthalten zunächst den Client- und anschließend den Server-Identifier:
"KST" "AS"
AirScout antwortet in umgekehrter Reihenfolge:
"AS" "KST"
KST4Contest verarbeitet eine Antwort nur, wenn beide Identifier exakt mit der aktuellen Konfiguration übereinstimmen. Der Vergleich unterscheidet zwischen Groß- und Kleinschreibung.
Die Identifier dürfen nicht leer sein und keine Anführungszeichen oder Zeilenumbrüche enthalten.
Werden mehrere KST4Contest-Instanzen im selben Netz betrieben, sollte jede einen eigenen Client-Identifier erhalten, beispielsweise:
KST-144
KST-432
Bei mehreren AirScout-Instanzen müssen zusätzlich unterschiedliche Server-Identifier verwendet werden. Dadurch wird verhindert, dass die Antwort für einen Arbeitsplatz von einer anderen KST4Contest-Instanz verarbeitet wird.
Welche Stationen werden angefragt?
KST4Contest startet die erste periodische AirScout-Abfrage ungefähr zehn Sekunden nach dem Aufbau der Chat-Verbindung. Weitere Abfragen folgen im Abstand von 60 Sekunden.
Eine aktive Station wird nur berücksichtigt, wenn:
- ein verwendbares Rufzeichen vorhanden ist,
- ein Locator vorhanden ist,
- die Entfernung berechnet werden konnte,
- die Entfernung kleiner als das konfigurierte Maximum-QRB ist und
- ein verwendbares Band bestimmt werden konnte.
Mehrere aktive Chat-Einträge desselben Basisrufzeichens erzeugen nicht für jeden Suffix eine eigene identische Pfadberechnung. Die zurückgegebenen AirScout-Informationen werden anschließend wieder den passenden aktiven Chat-Varianten zugeordnet.
Die Auswahl begrenzt nicht nur den Netzwerkverkehr. Sie verhindert außerdem, dass AirScout dauerhaft Pfade berechnet, die außerhalb des für die eigene Station vorgesehenen Arbeitsbereichs liegen.
Übernahme geänderter Einstellungen
Folgende Änderungen werden nach Verlassen des Eingabefeldes beziehungsweise Betätigen der Checkbox sofort für neue Pakete verwendet:
- Aktivierung oder Deaktivierung der AirScout-Integration,
- Server-Identifier,
- Client-Identifier,
- automatische oder feste Bandauswahl und
- fester Bandwert.
Nach einer Änderung des UDP-Ports muss die Chat-Verbindung getrennt und neu aufgebaut oder KST4Contest neu gestartet werden. Der bereits laufende UDP-Empfänger bleibt sonst weiterhin an den vorherigen Port gebunden.
Zum dauerhaften Speichern anschließend Save Settings verwenden.
Die Einrichtung der AirScout-Seite, die Anzeige der Flugzeuge und die Bedeutung der AP-Daten sind unter AirScout-Integration beschrieben.
Notification Settings (Benachrichtigungen)
Im Reiter Notification werden nicht nur akustische Hinweise konfiguriert. Hier befinden sich auch die Einstellungen für den lokalen DX-Cluster-Server, den Band-Upgrade-Hinweis und das QSO-Monitoring.
Akustische Hinweise
Die drei Audiofunktionen arbeiten unabhängig voneinander:
- Play notification sounds … aktiviert kurze Hinweistöne für neue Privatnachrichten, erkannte Richtungsgelegenheiten, Sked-Erinnerungen und Band-Upgrade-Hinweise.
- Spell the sender's callsign in CW … gibt das Rufzeichen des Absenders einer neuen Privatnachricht als CW-Signal aus.
- Speak the sender's callsign phonetically … spricht das Rufzeichen des Absenders phonetisch aus.
CW- und Sprachausgabe können gleichzeitig aktiviert werden. Das ist technisch möglich, im Contest aber nicht zwingend hilfreich. In der Praxis sollte nur die Ausgabe eingeschaltet werden, die im eigenen Stationsbetrieb tatsächlich wahrgenommen werden kann, ohne den Operator dauerhaft zu beschäftigen.
Fallback-Band für relative QRG-Erkennung
Das Dropdown Fallback band for relative QRG detection legt fest, welches Band KST4Contest verwendet, wenn eine relative QRG keinem aktuellen Stationskontext zugeordnet werden kann.
Zur Auswahl stehen ausschließlich die vom Frequenzparser unterstützten Bandpräfixe:
50 MHz
70 MHz
144 MHz
432 MHz
1296 MHz
2320 MHz
3400 MHz
5760 MHz
10368 MHz (10G)
24048 MHz (24G)
Das Dropdown ist kein Filter und keine Vorgabe für vollständig angegebene Frequenzen. 432.088 wird unabhängig von der Auswahl als Frequenz im 432-MHz-Band erkannt. Benötigt wird das Fallback bei relativen Angaben wie .205, ,205 oder qrg 205.
Bevor KST4Contest auf das Fallback zurückgreift, prüft es den Bandkontext des Absenders. Wurde für dieselbe Station innerhalb der letzten 30 Minuten bereits eine passende vollständige Frequenz erkannt, hat dieses Band Vorrang. Ein Fallback von 144 MHz macht aus .100 daher 432.100 MHz, wenn die Station kurz zuvor beispielsweise 432.088 genannt hat.
Die Einstellung befindet sich im Notification-Bereich, wirkt aber auf die gesamte QRG-Erkennung. Damit beeinflusst sie nicht nur mögliche DX-Cluster-Spots, sondern auch die QRG-Spalte, erkannte aktive Bänder, Priorisierung, Band-Upgrade-Hinweise und Funktionen, die eine bekannte Stationsfrequenz verwenden.
Mehr zur Erkennungslogik und zu absichtlich ignorierten Zahlen: QRG-Erkennung.
Local DX Cluster output
KST4Contest kann erkannte Richtungsgelegenheiten als DX-Cluster-Spots an ein Logprogramm weitergeben. Eine im Chat erkannte Frequenz erscheint dadurch direkt in der Bandmap des Logprogramms und muss nicht erst von Hand übertragen werden.
Die Checkbox Enable the local DX Cluster server … startet beziehungsweise beendet den lokalen TCP-Server. Bei einer laufenden Chat-Verbindung wird die Änderung sofort wirksam.
Folgende Einstellungen und Schaltflächen gehören zur lokalen DX-Cluster-Ausgabe:
- TCP port: Port, auf dem KST4Contest Verbindungen von DX-Cluster-Clients annimmt. Der Standardwert ist
8000. Wird der Port während einer laufenden Verbindung geändert, startet KST4Contest den Server auf dem neuen Port neu. Der Logger muss sich anschließend ebenfalls mit dem neuen Port verbinden. - Fallback band for relative QRG detection: Das oben beschriebene globale Fallback-Band. Der Testspot verwendet
.300dieses Bandes. Reale Spots verwenden dagegen die für den jeweiligen Absender erkannte QRG. - Spotter callsign: Rufzeichen, das im erzeugten DX-Cluster-Spot als Spotter erscheint. Hier sollte ein anderes Rufzeichen als das im Contest verwendete Stationsrufzeichen eingetragen werden. Einige Logprogramme filtern Spots des eigenen Rufzeichens oder behandeln sie anders als fremde Spots.
- Send test spot: Sendet den folgenden Testspot an alle aktuell verbundenen DX-Cluster-Clients:
Spotted callsign: DO5AMF
Comment: Testing DXC-Spot: Congrats, you donated $100!
Frequency: .300 des ausgewählten Fallback-Bandes
Bei einem Fallback-Band von 144 MHz wird daraus beispielsweise eine Frequenz von ungefähr 144.300 MHz.
Der Kommentar des Testspots ist ein bewusst beibehaltenes Easteregg. Er hat keine technische Bedeutung und löst – trotz seiner erfreulich konkreten Formulierung – keine Zahlung aus. Entscheidend ist, dass der Spot im verbundenen Logprogramm erscheint.
Der Test funktioniert nur, wenn
- KST4Contest mit dem ON4KST-Chat verbunden ist,
- der lokale DX-Cluster-Server aktiviert ist und
- mindestens ein DX-Cluster-Client mit KST4Contest verbunden ist.
KST4Contest erzeugt nicht bei jeder im Chat gefundenen Frequenz automatisch einen Spot. Ein realer Spot entsteht nur dann, wenn eine gerichtete Nachricht zwischen zwei Stationen auf eine für die eigene Station interessante Antennenrichtung schließen lässt und für den Absender eine nutzbare Frequenz bekannt ist.
Die vollständige Herleitung und die Einrichtung des Logprogramms sind im Kapitel Integrierter DX-Cluster-Server beschrieben.
Band-Upgrade-Hinweis nach einem Logeintrag
Nach einem über UCXLog oder Win-Test empfangenen Logeintrag kann KST4Contest prüfen, ob die gerade gearbeitete Station noch ein weiteres gemeinsames, aber bisher nicht gearbeitetes Band anbietet.
Die Prüfung verwendet dieselbe Bandherleitung wie die a- und B+-Anzeige:
- die in den Stationseinstellungen aktivierten eigenen Bänder,
- höchstens 30 Minuten alte QRG-Erkennungen der Gegenstation,
- eindeutige Bandangaben im Namensfeld ihrer aktiven Chat-Einträge,
- die pro Band gespeicherten Worked-Markierungen und
- manuell gesetzte NOT-QRV-Tags.
Aktive Chat-Varianten desselben normalisierten Rufzeichens werden gemeinsam ausgewertet. NOT-QRV hat Vorrang vor einer automatisch erkannten QRG oder Bandangabe.
Bleibt mindestens ein gemeinsames, noch nicht gearbeitetes Band übrig, erscheint im Hauptfenster für ungefähr zwölf Sekunden ein blinkender BAND+-Hinweis mit Rufzeichen und den noch offenen Bändern. Der Tooltip zeigt die vollständige Herleitung. Ist die allgemeine Soundausgabe aktiviert, wird zusätzlich ein kurzer Hinweiston abgespielt.
Die beiden Optionen haben unterschiedliche Aufgaben:
- Blink + sound … aktiviert den Hinweis nach einem passenden Logeintrag.
- Priority boost … erhöht zusätzlich den Score von Stationen, die bereits auf mindestens einem Band gearbeitet wurden, aber noch ein weiteres gemeinsames und nicht gearbeitetes Band anbieten.
Der Priority Boost ist nur ein Faktor innerhalb der gesamten Berechnung. Entfernung, Antennenrichtung, aktuelle Aktivität, AirScout-Daten, Skeds und negative Hinweise können den endgültigen Listenplatz weiterhin verändern. Die aktivierte Option garantiert deshalb weder einen bestimmten Score noch einen bestimmten Platz in der Prioritätsliste.
Die übrigen Score-Gewichte besitzen derzeit keine eigenen Bedienelemente. Mehrere vorhandene Einstellungen liefern jedoch Eingangsdaten für die Berechnung, insbesondere die aktivierten Bänder, der Antennen-Öffnungswinkel, der Standard-Maximum-QRB und die AirScout-Einstellungen.
Die vollständige Herleitung ist unter Prioritätsscore und Prioritätsliste beschrieben.
Der Hinweis setzt eine Log-Synchronisation mit Bandinformation voraus. Der einfache dateibasierte Callsign-Interpreter erkennt lediglich Rufzeichen und liefert deshalb keine sichere Information über das Band des gerade geloggten QSOs.
Weitere Hintergründe: Band-Upgrade-Hinweis nach einem Logeintrag.
Sniffer-Einstellungen (ab v1.31)
Das QSO-Monitoring ist für Stationen gedacht, deren Kommunikation man gezielt verfolgen möchte. Das kann beispielsweise eine seltene Station, eine DXpedition oder eine andere Station des eigenen Contest-Teams sein.
Für jedes eingetragene Rufzeichen zeigt KST4Contest Nachrichten zusätzlich in der PM-Tabelle an, wenn das Rufzeichen entweder Absender oder Empfänger der Nachricht ist. Die ursprüngliche Nachricht wird dabei nicht aus ihrer normalen Tabelle entfernt.
Überwachte Nachrichten werden in der PM-Tabelle eindeutig gekennzeichnet:
Sniffed: (SENDER > RECEIVER) Nachrichtentext
So wird sichtbar, dass die Nachricht nicht an die eigene Station gerichtet war.
Rufzeichen werden folgendermaßen verwaltet:
- Mit Add monitored callsign ein neues Rufzeichen hinzufügen.
- Ein vorhandenes Rufzeichen per Doppelklick bearbeiten und die Änderung mit
Enterübernehmen. - Zum Entfernen den Inhalt einer Tabellenzelle löschen und mit
Enterbestätigen.
Doppelte oder syntaktisch ungültige Rufzeichen werden nicht übernommen. Die Liste wird mit Save Settings in der preferences.xml gespeichert und beim nächsten Programmstart wiederhergestellt.
Shortcut Settings (Schnellzugriff-Schaltflächen)
Jeder Eintrag im oberen Bereich des Reiters Shortcuts erzeugt eine Schaltfläche oberhalb des Nachrichteneingabefeldes im Hauptfenster. Ein Klick hängt den konfigurierten Text an den bereits vorhandenen Inhalt des Sendfeldes an.
Enthält der Shortcut eine Variable, wird sie beim Einfügen durch ihren aktuellen Wert ersetzt. Ein Shortcut wie
pse call me at MYQRGSHORT
kann dadurch beispielsweise folgenden Text einfügen:
pse call me at 144.388
Die Einträge MYQRG und SECONDQRG werden zusätzlich als QRG-Schaltflächen hervorgehoben. Sie fügen die aktuelle QRG der ersten beziehungsweise zweiten Chat-Kategorie ein.
Die Reihenfolge der Tabelle entspricht der Reihenfolge der Schaltflächen im Hauptfenster. Die Einträge werden folgendermaßen verwaltet:
- Mit Add shortcut wird am Anfang der Liste ein neuer Eintrag angelegt und sofort zur Bearbeitung geöffnet.
- Ein vorhandener Eintrag kann per Doppelklick bearbeitet werden.
Enterübernimmt die Änderung. - Wird der Inhalt vollständig gelöscht und anschließend mit
Enterbestätigt, entfernt KST4Contest den Eintrag. - Mit Move selected up und Move selected down wird der markierte Eintrag innerhalb der Liste verschoben.
Änderungen werden sofort im Hauptfenster sichtbar. Damit sie auch nach dem nächsten Programmstart erhalten bleiben, anschließend Save Settings verwenden.
Snippet Settings (Text-Snippets)
Snippets sind längere Textbausteine, die vor allem für Nachrichten an eine ausgewählte Station vorgesehen sind. Sie können über folgende Wege aufgerufen werden:
- per Rechtsklick auf eine Station in der Benutzerliste,
- per Rechtsklick auf eine Nachricht in der öffentlichen Chat-Tabelle,
- per Rechtsklick auf eine Nachricht in der PM-Tabelle oder
- mit
Ctrl+1bisCtrl+0für die ersten zehn Einträge der Snippet-Liste.
Bei den Tastenkombinationen entspricht die Zuordnung der Tabellenreihenfolge:
| Tastenkombination | Snippet |
|---|---|
Ctrl+1 |
erster Eintrag |
Ctrl+2 |
zweiter Eintrag |
| … | … |
Ctrl+9 |
neunter Eintrag |
Ctrl+0 |
zehnter Eintrag |
Ein über das Kontextmenü ausgewähltes Snippet wird an den bereits vorbereiteten Nachrichtentext angehängt. Die Auswahl einer Station oder Nachricht hat das Sendfeld zuvor normalerweise bereits mit dem passenden /cq-Empfänger vorbereitet.
Eine Tastenkombination verhält sich etwas anders: Sie ersetzt den bisherigen Inhalt des Sendfeldes durch eine vollständig adressierte Privatnachricht:
/cq RUFZEICHEN Snippet-Text
Dabei wird das vollständige sichtbare Rufzeichen einschließlich eines vorhandenen Suffixes verwendet. Für 9A0BB-70 entsteht daher beispielsweise:
/cq 9A0BB-70 pse ur qrg?
Die Chat-Kategorie der ausgewählten Station bleibt für den späteren Versand erhalten. Ist keine Station ausgewählt oder ist für die gedrückte Tastenkombination kein Snippet vorhanden, wird nichts eingefügt.
Variablen werden beim Einfügen des Snippets aufgelöst. Stationsbezogene Variablen wie QRZNAME, FIRSTAP oder SECONDAP verwenden die aktuell ausgewählte Station. Der vorbereitete Text wird nicht automatisch gesendet und kann deshalb noch geprüft oder geändert werden. Enter oder TX sendet die Nachricht; Esc leert das Sendfeld.
Die Snippet-Liste wird genauso bearbeitet wie die Shortcut-Liste:
- Add new snippet legt am Anfang der Liste einen neuen Eintrag an.
- Ein Doppelklick öffnet einen vorhandenen Eintrag zur Bearbeitung.
Enterübernimmt die Änderung.- Ein leer bestätigter Eintrag wird entfernt.
- Move selected up und Move selected down ändern die Reihenfolge und damit auch die Zuordnung zu
Ctrl+1bisCtrl+0.
Die Kontextmenüs und Tastenkombinationen werden nach einer Änderung sofort aktualisiert. Für die dauerhafte Speicherung anschließend Save Settings verwenden.
Eine vollständige Übersicht der verfügbaren Platzhalter und ihrer Grenzen steht unter Makros und Variablen.
Beacon Settings (Automatischer Beacon)
Ein Beacon sendet in regelmäßigen Abständen eine öffentliche CQ-Nachricht. Er ist für Betriebssituationen gedacht, in denen die eigene Station über längere Zeit auf einer festen Frequenz ruft. Andere Stationen erhalten dadurch eine aktuelle QRG-Information, ohne dass der Operator denselben Text wiederholt von Hand in den Chat schreiben muss.
KST4Contest verwendet einen gemeinsamen Timer für beide Chat-Kategorien. Aktivierung und Nachrichtentext werden trotzdem getrennt konfiguriert:
- Enable CQ beacon aktiviert den Beacon der betreffenden Kategorie.
- Beacon message enthält den öffentlichen Nachrichtentext dieser Kategorie.
- Shared beacon interval legt das gemeinsame Intervall für beide Kategorien fest.
Sind beide Beacons aktiviert, werden sie beim selben Timer-Lauf nacheinander in ihren jeweiligen Kategorien gesendet. Der zweite Beacon wird nur berücksichtigt, wenn auch der zweite Chat aktiviert und verbunden ist.
Intervall und Timer-Verhalten
Das Intervall wird in ganzen Minuten angegeben. Der kleinste zulässige Wert ist eine Minute.
Nach dem Aufbau der Chat-Verbindung prüft KST4Contest die Beacons erstmals nach ungefähr zehn Sekunden. Anschließend gilt das eingestellte Intervall. Wird der Wert während einer laufenden Verbindung geändert, beginnt der Countdown mit dem neuen Intervall erneut. Die Änderung selbst löst keine sofortige Nachricht aus.
Nachrichtentext und Variablen
Ein Beacon darf nach der Variablenauflösung höchstens 120 Zeichen enthalten. KST4Contest prüft deshalb nicht nur das eingetragene Template, sondern den tatsächlich zu sendenden Text.
Im Beacon können alle globalen Variablen verwendet werden, beispielsweise:
calling cq at MYQRG, ant MYQTF deg, loc MYLOCATOR
Die Variablen werden bei jedem Timer-Lauf neu aufgelöst. Ändert die Logsoftware zwischenzeitlich die in MYQRG gespeicherte Frequenz, verwendet bereits der nächste Beacon den neuen Wert.
Stationsbezogene Variablen wie QRZNAME, FIRSTAP oder SECONDAP benötigen dagegen eine ausgewählte Gegenstation. Da ein öffentlicher Beacon keine Gegenstation adressiert, werden diese Variablen im Beacon nicht aufgelöst.
Wann sollte der Beacon ausgeschaltet werden?
Der Beacon ist nur dann hilfreich, wenn seine QRG-Angabe zum tatsächlichen Betrieb passt. Bleibt er beim Absuchen oder häufigen Wechseln von Frequenzen aktiviert, können andere Stationen auf einer inzwischen falschen Frequenz nach der eigenen Station suchen.
Im Klartext: Solange auf einer festen QRG CQ gerufen wird, spart der Beacon Arbeit. Beim „Schleichen“ über das Band sollte er ausgeschaltet werden.
Änderungen wirken während der laufenden Verbindung. Damit Aktivierung, Texte und Intervall auch nach dem nächsten Programmstart erhalten bleiben, anschließend Save Settings verwenden.
Messagehandling Settings (ab v1.25)
Die wichtigste Anwendung der allgemeinen automatischen Antwort betrifft Stationen, die zwar im ON4KST-Chat eingeloggt sind, den laufenden Contest aber nicht mitfunken. Gerade während größerer Contests werden Sked-Anfragen teilweise unkoordiniert und in großer Zahl an eingeloggte Stationen verteilt, ohne vorher zu prüfen, ob sie überhaupt teilnehmen. Die Empfänger müssten sonst immer wieder dieselbe Absage schreiben.
KST4Contest kann darauf mit einem vorher festgelegten Text reagieren. Davon getrennt steht eine gezielte QRG-Auskunft zur Verfügung. Beide Funktionen können unabhängig voneinander aktiviert werden.
Allgemeine automatische Antwort
Enable automatic reply to all private messages beantwortet eingehende Privatnachrichten mit dem Text im Feld rechts daneben. Es gibt einen gemeinsamen Text für beide Chat-Kategorien. Die beim Eingeben verwendete Groß- und Kleinschreibung bleibt erhalten.
Eine zweckmäßige Nachricht ist beispielsweise:
Sri, I am not taking part in this contest. No skeds.
Die eingegangene Privatnachricht bleibt sichtbar. Die Funktion blockiert oder verwirft keine Anfrage, sondern erspart lediglich die wiederholte manuelle Antwort.
Die Antwort wird in derselben Chat-Kategorie gesendet, in der die Privatnachricht eingegangen ist. Das ist bei einem parallelen Login in zwei Kategorien entscheidend: Eine Nachricht aus dem Microwave-Chat darf nicht versehentlich im VHF/UHF-Chat beantwortet werden.
Automatische QRG-Antwort
Enable automatic QRG replies reagiert auf typische QRG-Anfragen. Die Erkennung unterscheidet nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung und sucht nach folgenden Textbestandteilen:
ur qrg?
your qrg?
qrg?
freq?
pse qrg
Die Antwort enthält nur die QRG der Kategorie, in der die Anfrage eingegangen ist:
| Eingegangene Privatnachricht | Verwendete QRG |
|---|---|
| Hauptkategorie | aktuelle QRG der Hauptkategorie |
| zweite Chat-Kategorie | aktuelle QRG der zweiten Kategorie |
Die Werte stammen aus denselben QRG-Feldern, die auch von MYQRG und SECONDQRG verwendet werden. Die Haupt-QRG kann manuell eingetragen oder durch die TRX-Synchronisation aktualisiert werden. Für die zweite Kategorie wird der dort konfigurierte beziehungsweise manuell eingetragene Wert verwendet.
Sind die allgemeine und die QRG-bezogene Antwort gleichzeitig aktiviert, hat die QRG-Antwort Vorrang. Eine erkannte QRG-Anfrage erzeugt daher nicht zusätzlich den allgemeinen Antworttext.
Schutz vor wiederholten Antworten
Jede automatisch erzeugte Nachricht trägt das feste Präfix:
[KST4C Automsg]
Die allgemeine und die QRG-bezogene Antwort reagieren nicht auf Nachrichten, die dieses Präfix bereits enthalten. Dadurch beantworten sich zwei entsprechend arbeitende Clients nicht gegenseitig in einer Schleife.
Zusätzlich gilt eine gemeinsame Sperrzeit von zwei Minuten für beide Antwortarten. Die Sperre wird getrennt je Rufzeichen und Chat-Kategorie geführt. Hat eine Station gerade in der Hauptkategorie eine automatische Antwort erhalten, kann sie deshalb weiterhin eine Antwort in der zweiten Kategorie erhalten. Weitere Nachrichten derselben Station in derselben Kategorie lösen während der folgenden zwei Minuten dagegen keine neue automatische Antwort aus.
Die Sperrzeit beginnt nur, wenn KST4Contest tatsächlich eine Antwort sendet.
Hinweis: Der Antworttext sollte den tatsächlichen Status eindeutig benennen. Wer den Contest nur beobachtet und keine Skeds fahren möchte, sollte genau das mitteilen. Eine vage Nachricht erzeugt im Zweifel nur die nächste Rückfrage – und damit exakt die Arbeit, welche die Funktion vermeiden soll.
Änderungen wirken während der laufenden Verbindung. Damit Aktivierung und Text nach dem nächsten Programmstart erhalten bleiben, anschließend Save Settings verwenden.
Weitere Hintergründe: Automatische Antworten auf Privatnachrichten.
Win-Test-Netzwerk-Listener (ab v1.31)
Der Win-Test-Netzwerk-Listener verarbeitet das native Win-Test-UDP-Protokoll. Er ist vom allgemeinen QSO-UDP-Listener auf Port 12060 unabhängig und übernimmt drei Aufgaben:
- QSOs einschließlich Band- und Locatorinformation auswerten,
- STATUS-Pakete für die eigene QRG verarbeiten und
- Skeds an das Win-Test-Netzwerk übergeben.
Einstellungen unter Log sync
| Einstellung | Funktion |
|---|---|
| Receive Win-Test network based UDP log messages | Aktiviert den Win-Test-Netzwerk-Listener. Bei aktiviertem Listener wird nach Create sked auch die Sked-Übergabe versucht. |
| UDP-Port for Win-Test listener | Port des Win-Test-Netzwerks. Standard ist 9871. Der Port wird auch für die Sked-Übergabe verwendet. |
| KST station name in Win-Test network (src of SKED packets) | Stationsname, unter dem KST4Contest die Sked-Pakete sendet. In einem Netzwerk mit mehreren Clients sollte ein eindeutiger Name verwendet werden. |
| Win-Test network broadcast address | Zieladresse für ausgehende Win-Test-Netzwerkpakete. Bei lokalem Netzwerkbetrieb muss hier eine vom Win-Test-Rechner erreichbare Broadcast-Adresse eingetragen sein. |
Die Broadcast-Adresse ist konfigurierbar, weil 255.255.255.255 nicht in jedem Stationsnetz und nicht über jede Netzwerkschnittstelle zuverlässig weitergeleitet wird. Bei mehreren Rechnern kann stattdessen die zum Stationsnetz gehörende gerichtete Broadcast-Adresse erforderlich sein.
Einstellungen unter TRX sync
| Einstellung | Funktion |
|---|---|
| Win-Test STATUS QRG Sync | Übernimmt die aktuelle Frequenz aus Win-Test-STATUS-Paketen als eigene QRG. |
| Use pass frequency from Win-Test STATUS | Verwendet die übertragene Pass-Frequenz anstelle der normalen TRX-QRG. |
| Win-Test station name filter | Verarbeitet nur STATUS-Pakete der angegebenen Win-Test-Station. Ein leeres Feld akzeptiert alle Stationsnamen. |
Der Stationsfilter ist insbesondere bei mehreren Win-Test-Clients sinnvoll. Ohne Filter kann die zuletzt eingegangene STATUS-Meldung eines anderen Arbeitsplatzes die eigene QRG in KST4Contest überschreiben.
Sked-Übergabe
Für die Sked-Übergabe gibt es keinen davon getrennten internen Sked-Modus. Ist der Listener aktiviert, versucht Create sked zusätzlich zur internen Anlage die Übertragung an Win-Test.
KST4Contest sendet nur dann ein ADDSKED-Paket, wenn eine QRG ermittelt wurde, die zum ausdrücklich ausgewählten Band gehört. Kann keine passende QRG gefunden werden, bleibt der interne Sked bestehen und die Win-Test-Übergabe wird ausgelassen.
Die Auswahl SSB oder CW erfolgt direkt im Further-Info-Bereich beim Anlegen des Skeds. Eine automatische Mode-Ableitung wird nicht verwendet.
Nach Änderungen Save Settings verwenden, damit Port, Stationsname, Broadcast-Adresse und TRX-Optionen beim nächsten Programmstart wiederhergestellt werden.
Datenbehandlung und QRG-Auswahl: Log-Synchronisation – Win-Test
PSTRotator-Einstellungen (ab v1.31)
KST4Contest kann die Antennenrichtung über PSTRotator steuern.
Einstellungen:
- Aktivieren/Deaktivieren: Checkbox in den Preferences (ab v1.40).
- IP-Adresse: IP-Adresse des PSTRotator-Rechners (Standard:
127.0.0.1bei Betrieb auf demselben PC). - Port: Kommunikationsport von PSTRotator.
Hinweis: Nach einem Klick auf den Richtungs-Button wartet KST4Contest kurz auf die Rotatorantwort. Bei langsamen Rotoren (z. B. SPID) kann es zu einer kleinen Verzögerung kommen.
GUI Settings: Hinweise in den Bandspalten
Im Reiter GUI lassen sich zwei Zusatzinformationen der Bandspalten ein- oder ausblenden:
- Show "o" in band columns … zeigt ein
o, wenn das vierstellige Großfeld auf dem betreffenden Band bereits gearbeitet wurde. Das Abschalten entfernt keine Daten aus der Datenbank; nur die zusätzliche Anzeige in den Bandspalten wird ausgeblendet.wkdanybleibt davon unberührt. - Show "a" in band columns … unterscheidet ein vollständig neues Rufzeichen von einer Bandmöglichkeit mit einem bereits auf einem anderen Band gearbeiteten Rufzeichen. Ist die Option ausgeschaltet, werden beide Fälle als
B+dargestellt. Die Bandherleitung selbst ändert sich dadurch nicht.
Änderungen werden in der laufenden Benutzeroberfläche unmittelbar sichtbar. Damit sie nach dem nächsten Programmstart erhalten bleiben, anschließend Save Settings verwenden.
Worked Station Database Settings (Gearbeitete-Stationen-Datenbank)
Die interne SQLite-Datenbank speichert die contestbezogenen Zustände unabhängig von der Datenbank des Logprogramms:
- globaler Worked-Status eines Rufzeichens,
- Worked-Status pro Band,
- manuell gesetzte NOT-QRV-Tags pro Band und
- gearbeitete vierstellige Großfelder pro Band.
Als Schlüssel wird das normalisierte Rufzeichen ohne sichtbare Chat-Klammern oder Kategorieformatierung verwendet. Dadurch können aktive Varianten desselben Rufzeichens konsistent ausgewertet werden.
Worked- und NOT-QRV-Informationen laufen drei Tage nach ihrer letzten Änderung automatisch ab. Gespeicherte Großfelder laufen drei Tage nach dem zugehörigen Logeintrag ab. Ein manuelles Zurücksetzen vor jedem Contest ist deshalb normalerweise nicht erforderlich.
Die Schaltfläche Reset worked, NOT-QRV and grid data... entfernt sämtliche Worked-Markierungen, NOT-QRV-Tags und gespeicherten Großfelder. Vor dem Reset erscheint eine Sicherheitsabfrage. Die bekannten Rufzeichenzeilen bleiben erhalten; zurückgesetzt werden nur die contestbezogenen Zustände.
Ein Reset ist sinnvoll, wenn bewusst mit einem leeren Conteststand begonnen werden soll oder Testdaten eingelesen wurden. Als tägliche Wartungsmaßnahme ist er nicht vorgesehen.
Anzeige und Herleitung: Gearbeitete Rufzeichen, neue Bänder und neue Großfelder.
Dark Mode (ab v1.26)
Umschaltbar über das Menü: Window → Use Dark Mode. Die Farben können über CSS individuell angepasst werden.
Einstellungen speichern
Nach jeder Änderung „Save Settings" klicken! Ohne Speichern gehen alle Änderungen beim nächsten Start verloren.
- Speicherort: unter Linux
~/.praktikst/preferences.xmlund unter Windows%USERPROFILE%\.praktikst\preferences.xml(bzw.C:\Users\<Benutzername>\.praktikst\preferences.xml) - Ab v1.21: Fenstergrößen und Divider-Positionen werden ebenfalls gespeichert.
- Bei Problemen: Konfigurationsdatei löschen → KST4Contest erstellt eine neue mit Standardwerten.






