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Konfiguration

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Nach dem ersten Start öffnet sich das Einstellungsfenster dieses ist der zentrale Ausgangspunkt für alle Konfigurationen. Es empfiehlt sich, das Einstellungsfenster während des Betriebs geöffnet zu lassen (z. B. um den Beacon schnell ein- und auszuschalten).

Wichtig: Nach jeder Änderung unbedingt „Save Settings" klicken! Die Einstellungen werden unter Linux in ~/.praktikst/preferences.xml und unter Windows in %USERPROFILE%\.praktikst\preferences.xml (bzw. C:\Users\<Benutzername>\.praktikst\preferences.xml) gespeichert. Ab v1.21 werden auch Fenstergrößen und Divider-Positionen beim Speichern gesichert.


Station Settings (Stationseinstellungen)

Stationseinstellungen

Login und Chat-Kategorien

Hier werden die Zugangsdaten für den ON4KST-Chat eingetragen (Rufzeichen und Passwort). Zudem wird die primäre Chat-Kategorie (z. B. IARU Region 1 VHF/Microwave) ausgewählt.

Mit der Option für einen zweiten Chat (Multi-Channel-Login) kann man sich gleichzeitig in eine weitere Kategorie (z. B. UHF/SHF) einloggen. Beide Chats werden dann parallel überwacht. Hier kann optional auch ein abweichender Login-Name für den zweiten Chat vergeben werden (nützlich für Opposite Station Multi-Callsign Logging).

Rufzeichen und Locator

Eigenes Rufzeichen und Maidenhead-Locator (6-stellig, z. B. JN49IJ) eintragen. Diese Werte werden für Distanz- und Richtungsberechnungen benötigt.

Aktivierte Bänder

Über die „my station uses band"-Checkboxen werden die aktiven Bänder ausgewählt. Nur für ausgewählte Bänder erscheinen Schaltflächen und Tabellenzeilen in der Benutzeroberfläche. Nach Änderungen muss die Software neu gestartet werden.

Antennen-Öffnungswinkel (Antenna Beamwidth)

Trage den vollständigen horizontalen Öffnungswinkel der eigenen Antenne in Grad ein. KST4Contest verwendet jeweils die Hälfte dieses Werts links und rechts der gewählten beziehungsweise hergeleiteten Antennenrichtung. Ein eingetragener Wert von 70° entspricht daher einem Korridor von ±35°.

Der Wert wird an mehreren Stellen verwendet:

  • für den QTF-Filter der Benutzerliste,
  • für die Darstellung des eigenen Antennenkorridors,
  • als angenommener Öffnungswinkel einer fremden Station bei der Herleitung von Richtungsgelegenheiten.

Der letzte Punkt ist bewusst eine Näherung. ON4KST überträgt weder die verwendete Antenne noch deren Öffnungswinkel. KST4Contest verwendet deshalb den eigenen Wert als praktikable Annahme für die Gegenstation.

Wähle einen realistischen Wert. Ein zu großer Öffnungswinkel erzeugt viele geometrische Treffer, die praktisch kaum noch eine Aussage haben. Ein zu kleiner Wert kann dagegen brauchbare Richtungsgelegenheiten ausblenden.

Standard-Maximum-QRB

Trage die maximale Entfernung in Kilometern ein, innerhalb der KST4Contest Richtungsgelegenheiten berücksichtigen soll. Maßgeblich ist die Entfernung zwischen der eigenen Station und dem Absender der gerichteten Nachricht nicht die Entfernung zwischen Absender und Empfänger.

Liegt der Absender weiter entfernt, wird die Situation auch dann nicht hervorgehoben und nicht als Richtungsgelegenheit an den lokalen DX-Cluster-Server weitergegeben, wenn der berechnete Winkel passen würde.

Der Wert sollte zum eigenen Stationsaufbau und zum vorgesehenen Contestbetrieb passen. Ein unnötig großer Bereich erzeugt Hinweise für Stationen, die praktisch nicht mehr zum Arbeitsbereich gehören; ein zu kleiner Bereich blendet mögliche Kandidaten bereits vor der Richtungsbewertung aus.


Server-Einstellungen (ab v1.31)

Der Chat-Server-DNS und -Port sind in den Preferences konfigurierbar:

  • Server-DNS: Standard www.on4kst.org (ab v1.31 geändert von www.on4kst.info).
  • Port: Standardport des ON4KST-Servers.

Eine Änderung ist nur notwendig, wenn der Server umzieht oder ein alternativer Endpunkt genutzt wird.


Log-Sync-Einstellungen

Drei Methoden stehen zur Verfügung, um gearbeitete Stationen automatisch zu markieren. Details: Log-Synchronisation.

Universal File Based Callsign Interpreter (Simplelogfile)

Interpretiert beliebige Log-Dateien per Regex nach Rufzeichen-Mustern. Keine Bandinformation möglich. Geeignet als Fallback oder für nicht direkt unterstützte Logprogramme.

Netzwerk-Listener für QSO-UDP-Broadcast

Empfohlene Methode. KST4Contest hört auf UDP-Pakete, die das Logprogramm beim Speichern eines QSOs an die Broadcast-Adresse sendet. Die Stationen werden mit Bandinformation markiert. UDP-Port: Standard 12060. (Wird z. B. von UCXLog, N1MM+, QARTest, DXLog.net genutzt).

Win-Test Network-Listener (Zusätzlicher UDP-Listener)

Dedizierter Netzwerk-Erkenner für Win-Test. KST4Contest empfängt und verarbeitet Win-Test-spezifische UDP-Pakete (inkl. Sked-Übergabe) auf dem dafür konfigurierten Port.


TRX-Sync-Einstellungen

Empfängt die aktuelle Frequenz des Transceivers vom Logprogramm via UDP. Ermöglicht die automatische Befüllung der Variable MYQRG. Nützlich für:

  • Schnelles Einfügen der eigenen QRG in Chat-Nachrichten.
  • Automatische CQ-Baken mit aktueller Frequenz.

Hinweis für Multi-Setup: Wenn zwei Logprogramme an zwei Computern betrieben werden, aber nur eine KST4Contest-Instanz, darf nur ein Logprogramm die Frequenzpakete senden. KST4Contest kann nicht zwischen den Quellen unterscheiden.


AirScout-Einstellungen

Konfiguration der Schnittstelle zu AirScout für die Flugzeug-Scatter-Erkennung. Details: AirScout-Integration.


Notification Settings (Benachrichtigungen)

Benachrichtigungen, DX-Cluster-Ausgabe und QSO-Monitoring

Im Reiter Notification werden nicht nur akustische Hinweise konfiguriert. Hier befinden sich auch die Einstellungen für den lokalen DX-Cluster-Server, den Band-Upgrade-Hinweis und das QSO-Monitoring.

Akustische Hinweise

Die drei Audiofunktionen arbeiten unabhängig voneinander:

  • Play notification sounds … aktiviert kurze Hinweistöne für neue Privatnachrichten, erkannte Richtungsgelegenheiten, Sked-Erinnerungen und Band-Upgrade-Hinweise.
  • Spell the sender's callsign in CW … gibt das Rufzeichen des Absenders einer neuen Privatnachricht als CW-Signal aus.
  • Speak the sender's callsign phonetically … spricht das Rufzeichen des Absenders phonetisch aus.

CW- und Sprachausgabe können gleichzeitig aktiviert werden. Das ist technisch möglich, im Contest aber nicht zwingend hilfreich. In der Praxis sollte nur die Ausgabe eingeschaltet werden, die im eigenen Stationsbetrieb tatsächlich wahrgenommen werden kann, ohne den Operator dauerhaft zu beschäftigen.

Fallback-Band für relative QRG-Erkennung

Das Dropdown Fallback band for relative QRG detection legt fest, welches Band KST4Contest verwendet, wenn eine relative QRG keinem aktuellen Stationskontext zugeordnet werden kann.

Zur Auswahl stehen ausschließlich die vom Frequenzparser unterstützten Bandpräfixe:

144 MHz
432 MHz
1296 MHz
2320 MHz
3400 MHz
5760 MHz
10368 MHz (10G)
24048 MHz (24G)

Das Dropdown ist kein Filter und keine Vorgabe für vollständig angegebene Frequenzen. 432.088 wird unabhängig von der Auswahl als Frequenz im 432-MHz-Band erkannt. Benötigt wird das Fallback bei relativen Angaben wie .205, ,205 oder qrg 205.

Bevor KST4Contest auf das Fallback zurückgreift, prüft es den Bandkontext des Absenders. Wurde für dieselbe Station innerhalb der letzten 30 Minuten bereits eine passende vollständige Frequenz erkannt, hat dieses Band Vorrang. Ein Fallback von 144 MHz macht aus .100 daher 432.100 MHz, wenn die Station kurz zuvor beispielsweise 432.088 genannt hat.

Die Einstellung befindet sich im Notification-Bereich, wirkt aber auf die gesamte QRG-Erkennung. Damit beeinflusst sie nicht nur mögliche DX-Cluster-Spots, sondern auch die QRG-Spalte, erkannte aktive Bänder, Priorisierung, Band-Upgrade-Hinweise und Funktionen, die eine bekannte Stationsfrequenz verwenden.

Mehr zur Erkennungslogik und zu absichtlich ignorierten Zahlen: QRG-Erkennung.

Local DX Cluster output

KST4Contest kann erkannte Richtungsgelegenheiten als DX-Cluster-Spots an ein Logprogramm weitergeben. Eine im Chat erkannte Frequenz erscheint dadurch direkt in der Bandmap des Logprogramms und muss nicht erst von Hand übertragen werden.

Die Checkbox Enable the local DX Cluster server … startet beziehungsweise beendet den lokalen TCP-Server. Bei einer laufenden Chat-Verbindung wird die Änderung sofort wirksam.

Folgende Einstellungen und Schaltflächen gehören zur lokalen DX-Cluster-Ausgabe:

  • TCP port: Port, auf dem KST4Contest Verbindungen von DX-Cluster-Clients annimmt. Der Standardwert ist 8000. Wird der Port während einer laufenden Verbindung geändert, startet KST4Contest den Server auf dem neuen Port neu. Der Logger muss sich anschließend ebenfalls mit dem neuen Port verbinden.
  • Fallback band for relative QRG detection: Das oben beschriebene globale Fallback-Band. Der Testspot verwendet .300 dieses Bandes. Reale Spots verwenden dagegen die für den jeweiligen Absender erkannte QRG.
  • Spotter callsign: Rufzeichen, das im erzeugten DX-Cluster-Spot als Spotter erscheint. Hier sollte ein anderes Rufzeichen als das im Contest verwendete Stationsrufzeichen eingetragen werden. Einige Logprogramme filtern Spots des eigenen Rufzeichens oder behandeln sie anders als fremde Spots.
  • Send test spot: Sendet einen Testspot für DL0TEST auf .300 des ausgewählten Fallback-Bandes. Der Test funktioniert nur, wenn KST4Contest mit dem Chat verbunden, der lokale DX-Cluster-Server aktiviert und mindestens ein DX-Cluster-Client verbunden ist.

KST4Contest erzeugt nicht bei jeder im Chat gefundenen Frequenz automatisch einen Spot. Ein Spot entsteht nur dann, wenn eine gerichtete Nachricht zwischen zwei Stationen auf eine für die eigene Station interessante Antennenrichtung schließen lässt und für den Absender eine nutzbare Frequenz bekannt ist.

Die vollständige Herleitung und die Einrichtung des Logprogramms sind im Kapitel Integrierter DX-Cluster-Server beschrieben.

Band-Upgrade-Hinweis nach einem Logeintrag

Nach einem über UCXLog oder Win-Test empfangenen Logeintrag kann KST4Contest prüfen, ob die gerade gearbeitete Station auf einem weiteren gemeinsamen, aber noch nicht gearbeiteten Band aktiv ist.

Dafür werden drei Informationen miteinander verglichen:

  1. die in den Stationseinstellungen aktivierten eigenen Bänder,
  2. die innerhalb der letzten 30 Minuten erkannten Bänder der Gegenstation,
  3. die bereits pro Band gespeicherten Worked-Markierungen.

Bleibt danach mindestens ein gemeinsames, noch nicht gearbeitetes Band übrig, erscheint im Hauptfenster ein blinkender BAND+-Hinweis. Ist die allgemeine Soundausgabe aktiviert, wird zusätzlich ein Hinweiston abgespielt.

Die beiden Optionen haben unterschiedliche Aufgaben:

  • Blink + sound … aktiviert den eigentlichen Band-Upgrade-Hinweis.
  • Priority boost … erhöht zusätzlich die Priorität entsprechender Stationen, damit sie in den Kandidatenlisten besser sichtbar bleiben. Der Boost garantiert keinen bestimmten Listenplatz; er ist nur ein zusätzlicher Faktor innerhalb der gesamten Prioritätsberechnung.

Der Hinweis setzt eine Log-Synchronisation mit Bandinformation voraus. Der einfache dateibasierte Callsign-Interpreter kann nur Rufzeichen erkennen und liefert deshalb keine ausreichende Grundlage für diese Prüfung.

Sniffer-Einstellungen (ab v1.31)

Das QSO-Monitoring ist für Stationen gedacht, deren Kommunikation man gezielt verfolgen möchte. Das kann beispielsweise eine seltene Station, eine DXpedition oder eine andere Station des eigenen Contest-Teams sein.

Für jedes eingetragene Rufzeichen zeigt KST4Contest Nachrichten zusätzlich in der PM-Tabelle an, wenn das Rufzeichen entweder Absender oder Empfänger der Nachricht ist. Die ursprüngliche Nachricht wird dabei nicht aus ihrer normalen Tabelle entfernt.

Überwachte Nachrichten werden in der PM-Tabelle eindeutig gekennzeichnet:

Sniffed: (SENDER > RECEIVER) Nachrichtentext

So wird sichtbar, dass die Nachricht nicht an die eigene Station gerichtet war.

Rufzeichen werden folgendermaßen verwaltet:

  1. Mit Add monitored callsign ein neues Rufzeichen hinzufügen.
  2. Ein vorhandenes Rufzeichen per Doppelklick bearbeiten und die Änderung mit Enter übernehmen.
  3. Zum Entfernen den Inhalt einer Tabellenzelle löschen und mit Enter bestätigen.

Doppelte oder syntaktisch ungültige Rufzeichen werden nicht übernommen. Die Liste wird mit Save Settings in der preferences.xml gespeichert und beim nächsten Programmstart wiederhergestellt.


Shortcut Settings (Schnellzugriff-Schaltflächen)

Konfiguration von Schnellzugriff-Schaltflächen, die direkt im Hauptfenster erscheinen. Ein Klick auf eine Schaltfläche fügt den konfigurierten Text in das Sendfeld ein. Alle Variablen können verwendet werden.


Snippet Settings (Text-Snippets)

Text-Snippets sind über folgende Wege abrufbar:

  • Rechtsklick auf ein Rufzeichen in der Benutzerliste
  • Rechtsklick in der CQ-Nachrichtentabelle
  • Rechtsklick in der PM-Nachrichtentabelle
  • Tastenkombinationen: Ctrl+1 bis Ctrl+0 für die ersten 10 Snippets

Wenn in der Benutzerliste ein Rufzeichen ausgewählt ist, wird der Snippet als Direktnachricht adressiert: /CQ RUFZEICHEN <Snippet-Text>


Beacon Settings (Automatischer Beacon)

Beacon-Einstellungen

Ein Beacon sendet in regelmäßigen Abständen eine öffentliche CQ-Nachricht. Er ist für Betriebssituationen gedacht, in denen die eigene Station über längere Zeit auf einer festen Frequenz ruft. Andere Stationen erhalten dadurch eine aktuelle QRG-Information, ohne dass der Operator denselben Text wiederholt von Hand in den Chat schreiben muss.

KST4Contest verwendet einen gemeinsamen Timer für beide Chat-Kategorien. Aktivierung und Nachrichtentext werden trotzdem getrennt konfiguriert:

  • Enable CQ beacon aktiviert den Beacon der betreffenden Kategorie.
  • Beacon message enthält den öffentlichen Nachrichtentext dieser Kategorie.
  • Shared beacon interval legt das gemeinsame Intervall für beide Kategorien fest.

Sind beide Beacons aktiviert, werden sie beim selben Timer-Lauf nacheinander in ihren jeweiligen Kategorien gesendet. Der zweite Beacon wird nur berücksichtigt, wenn auch der zweite Chat aktiviert und verbunden ist.

Intervall und Timer-Verhalten

Das Intervall wird in ganzen Minuten angegeben. Der kleinste zulässige Wert ist eine Minute.

Nach dem Aufbau der Chat-Verbindung prüft KST4Contest die Beacons erstmals nach ungefähr zehn Sekunden. Anschließend gilt das eingestellte Intervall. Wird der Wert während einer laufenden Verbindung geändert, beginnt der Countdown mit dem neuen Intervall erneut. Die Änderung selbst löst keine sofortige Nachricht aus.

Nachrichtentext und Variablen

Ein Beacon darf nach der Variablenauflösung höchstens 120 Zeichen enthalten. KST4Contest prüft deshalb nicht nur das eingetragene Template, sondern den tatsächlich zu sendenden Text.

Im Beacon können alle globalen Variablen verwendet werden, beispielsweise:

calling cq at MYQRG, ant MYQTF deg, loc MYLOCATOR

Die Variablen werden bei jedem Timer-Lauf neu aufgelöst. Ändert die Logsoftware zwischenzeitlich die in MYQRG gespeicherte Frequenz, verwendet bereits der nächste Beacon den neuen Wert.

Stationsbezogene Variablen wie QRZNAME, FIRSTAP oder SECONDAP benötigen dagegen eine ausgewählte Gegenstation. Da ein öffentlicher Beacon keine Gegenstation adressiert, werden diese Variablen im Beacon nicht aufgelöst.

Wann sollte der Beacon ausgeschaltet werden?

Der Beacon ist nur dann hilfreich, wenn seine QRG-Angabe zum tatsächlichen Betrieb passt. Bleibt er beim Absuchen oder häufigen Wechseln von Frequenzen aktiviert, können andere Stationen auf einer inzwischen falschen Frequenz nach der eigenen Station suchen.

Im Klartext: Solange auf einer festen QRG CQ gerufen wird, spart der Beacon Arbeit. Beim „Schleichen“ über das Band sollte er ausgeschaltet werden.

Änderungen wirken während der laufenden Verbindung. Damit Aktivierung, Texte und Intervall auch nach dem nächsten Programmstart erhalten bleiben, anschließend Save Settings verwenden.

Messagehandling Settings (ab v1.25)

Automatische Antworten

Die wichtigste Anwendung der allgemeinen automatischen Antwort betrifft Stationen, die zwar im ON4KST-Chat eingeloggt sind, den laufenden Contest aber nicht mitfunken. Gerade während größerer Contests werden Sked-Anfragen teilweise unkoordiniert und in großer Zahl an eingeloggte Stationen verteilt, ohne vorher zu prüfen, ob sie überhaupt teilnehmen. Die Empfänger müssten sonst immer wieder dieselbe Absage schreiben.

KST4Contest kann darauf mit einem vorher festgelegten Text reagieren. Davon getrennt steht eine gezielte QRG-Auskunft zur Verfügung. Beide Funktionen können unabhängig voneinander aktiviert werden.

Allgemeine automatische Antwort

Enable automatic reply to all private messages beantwortet eingehende Privatnachrichten mit dem Text im Feld rechts daneben. Es gibt einen gemeinsamen Text für beide Chat-Kategorien. Die beim Eingeben verwendete Groß- und Kleinschreibung bleibt erhalten.

Eine zweckmäßige Nachricht ist beispielsweise:

Sri, I am not taking part in this contest. No skeds.

Die eingegangene Privatnachricht bleibt sichtbar. Die Funktion blockiert oder verwirft keine Anfrage, sondern erspart lediglich die wiederholte manuelle Antwort.

Die Antwort wird in derselben Chat-Kategorie gesendet, in der die Privatnachricht eingegangen ist. Das ist bei einem parallelen Login in zwei Kategorien entscheidend: Eine Nachricht aus dem Microwave-Chat darf nicht versehentlich im VHF/UHF-Chat beantwortet werden.

Automatische QRG-Antwort

Enable automatic QRG replies reagiert auf typische QRG-Anfragen. Die Erkennung unterscheidet nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung und sucht nach folgenden Textbestandteilen:

ur qrg?
your qrg?
qrg?
freq?
pse qrg

Die Antwort enthält nur die QRG der Kategorie, in der die Anfrage eingegangen ist:

Eingegangene Privatnachricht Verwendete QRG
Hauptkategorie aktuelle QRG der Hauptkategorie
zweite Chat-Kategorie aktuelle QRG der zweiten Kategorie

Die Werte stammen aus denselben QRG-Feldern, die auch von MYQRG und SECONDQRG verwendet werden. Die Haupt-QRG kann manuell eingetragen oder durch die TRX-Synchronisation aktualisiert werden. Für die zweite Kategorie wird der dort konfigurierte beziehungsweise manuell eingetragene Wert verwendet.

Sind die allgemeine und die QRG-bezogene Antwort gleichzeitig aktiviert, hat die QRG-Antwort Vorrang. Eine erkannte QRG-Anfrage erzeugt daher nicht zusätzlich den allgemeinen Antworttext.

Schutz vor wiederholten Antworten

Jede automatisch erzeugte Nachricht trägt das feste Präfix:

[KST4C Automsg]

Die allgemeine und die QRG-bezogene Antwort reagieren nicht auf Nachrichten, die dieses Präfix bereits enthalten. Dadurch beantworten sich zwei entsprechend arbeitende Clients nicht gegenseitig in einer Schleife.

Zusätzlich gilt eine gemeinsame Sperrzeit von zwei Minuten für beide Antwortarten. Die Sperre wird getrennt je Rufzeichen und Chat-Kategorie geführt. Hat eine Station gerade in der Hauptkategorie eine automatische Antwort erhalten, kann sie deshalb weiterhin eine Antwort in der zweiten Kategorie erhalten. Weitere Nachrichten derselben Station in derselben Kategorie lösen während der folgenden zwei Minuten dagegen keine neue automatische Antwort aus.

Die Sperrzeit beginnt nur, wenn KST4Contest tatsächlich eine Antwort sendet.

Hinweis: Der Antworttext sollte den tatsächlichen Status eindeutig benennen. Wer den Contest nur beobachtet und keine Skeds fahren möchte, sollte genau das mitteilen. Eine vage Nachricht erzeugt im Zweifel nur die nächste Rückfrage und damit exakt die Arbeit, welche die Funktion vermeiden soll.

Änderungen wirken während der laufenden Verbindung. Damit Aktivierung und Text nach dem nächsten Programmstart erhalten bleiben, anschließend Save Settings verwenden.

Weitere Hintergründe: Automatische Antworten auf Privatnachrichten.


Win-Test-Netzwerk-Listener (ab v1.31)

Dedizierter Empfänger für Win-Test-spezifische UDP-Pakete. Ermöglicht:

  • Log-Synchronisation: Gearbeitete Stationen werden aus Win-Test übernommen und in der Benutzerliste markiert.
  • Frequenz-Auswertung: Die aktuelle TRX-Frequenz aus Win-Test befüllt die MYQRG-Variable.
  • Sked-Übergabe (SKED Push): Skeds aus KST4Contest werden via UDP direkt an Win-Test übergeben. Der UDP-Broadcast-Standardport von Win-Test (9871) wird verwendet.

Einstellungen:

  • Aktivieren/Deaktivieren: Checkbox in den Preferences (ab v1.40).
  • Port: Konfigurierbarer UDP-Port für den Win-Test-Listener.
  • Sked-UDP-Adresse und Port: Zieladresse und Port für die SKED-Übergabe an Win-Test.

Hinweis: Der Win-Test-Listener ist ein zusätzlicher Listener der Standard-QSO-UDP-Broadcast-Listener auf Port 12060 bleibt davon unabhängig.


PSTRotator-Einstellungen (ab v1.31)

KST4Contest kann die Antennenrichtung über PSTRotator steuern.

Einstellungen:

  • Aktivieren/Deaktivieren: Checkbox in den Preferences (ab v1.40).
  • IP-Adresse: IP-Adresse des PSTRotator-Rechners (Standard: 127.0.0.1 bei Betrieb auf demselben PC).
  • Port: Kommunikationsport von PSTRotator.

Hinweis: Nach einem Klick auf den Richtungs-Button wartet KST4Contest kurz auf die Rotatorantwort. Bei langsamen Rotoren (z. B. SPID) kann es zu einer kleinen Verzögerung kommen.


Worked Station Database Settings (Gearbeitete-Stationen-Datenbank)

Die interne Worked-Datenbank enthält:

  • Worked-Status aller Stationen (pro Band)
  • NOT-QRV-Tags (seit v1.2)

Ab v1.40: Einträge haben eine automatische Lebensdauer von 3 Tagen ein manuelles Zurücksetzen vor jedem Contest ist nicht mehr zwingend notwendig. Für ein vollständiges Reset kann trotzdem die Schaltfläche „Reinitialize" verwendet werden.


Dark Mode (ab v1.26)

Umschaltbar über das Menü: Window → Use Dark Mode. Die Farben können über CSS individuell angepasst werden.


Einstellungen speichern

Nach jeder Änderung „Save Settings" klicken! Ohne Speichern gehen alle Änderungen beim nächsten Start verloren.

  • Speicherort: unter Linux ~/.praktikst/preferences.xml und unter Windows %USERPROFILE%\.praktikst\preferences.xml (bzw. C:\Users\<Benutzername>\.praktikst\preferences.xml)
  • Ab v1.21: Fenstergrößen und Divider-Positionen werden ebenfalls gespeichert.
  • Bei Problemen: Konfigurationsdatei löschen → KST4Contest erstellt eine neue mit Standardwerten.