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kst4contest/docs/superpowers/specs/2026-09-25-compose-migration-design.md
T
Rsclub2_2 a6fba12f01 Build with Gradle in two modules, and free core of JavaFX
Etappen 1 and 2 of the Compose migration (43 commits).

The Maven build, the single source tree and the JPMS module-info went together.
core now holds the domain and app-desktop the user interface, both built by
Gradle, packaged through jpackage from Gradle, with SpotBugs and PMD wired in.
JavaFX moves to the classpath, which is why the launcher is Main and not the
Application subclass. The PR check, the nightly artifacts, the release and the
AUR packages all build from Gradle; the macOS DMG points at its output.
Verified on Linux, macOS and Windows.

core then loses JavaFX entirely. It observes through kst4contest.observe --
ObservableValue, ObservableRoster, and UiDispatcher as the one boundary a
worker thread crosses to touch the interface. The controller collections become
rosters and the visible station list a pure derivation rather than a
FilteredList/SortedList chain, which is also what fixed two focus defects only
a load test had exposed: the keyboard focus stays where the operator put it,
and the send field keeps it after a row click.

The rule that outlives this commit: ObservableRoster is the store and the list
a view is bound to is a mirror of it, never the other way round.
2026-10-05 22:31:56 +02:00

21 KiB

Konzept: Ablösung von JavaFX durch Compose Multiplatform

Status: Konzept, noch nicht umgesetzt. Zielrelease 1.50. Alle Zeilenanker beziehen sich auf nextMajorRelease/version1_50 und wurden gegen den Branch verifiziert (Stand 2026-09-25).

Ziel

KST4Contest verlässt JavaFX und wird auf Compose Multiplatform umgestellt. Ergebnis ist eine wartbare, optisch aufgefrischte Desktop-Oberfläche bei unverändertem Funktionsumfang. Der fachliche Kern wird dabei von jeder UI-Technologie gelöst.

Drei Treiber, gleichrangig:

  1. Die Oberfläche soll modern aussehen und sich modern anfühlen.
  2. Der UI-Code soll wieder änderbar sein.
  3. Die JavaFX-Abhängigkeit soll verschwinden.

Nicht-Ziele

  • Kein UX-Neuentwurf. 1.50 ist ein funktionsgleicher Port. Bedienabläufe, Fensteraufteilung und Funktionsumfang bleiben erhalten. Ein echter Neuentwurf der Bedienung ist Thema für 2.0.
  • Keine Mobile-App. Die Modulgrenze wird so gezogen, dass ein späteres Mobile-Repo den Kern abgreifen könnte. Mehr nicht. Mobile ist in diesem Konzept Randbedingung, kein Lieferergebnis.
  • Keine Kotlin-Konvertierung des Kerns. Siehe „Bestätigte Festlegungen".
  • Keine Protokolländerungen. Kein Framing, kein Port, kein Transport, keine Normalisierung wird angefasst.

Ausgangslage

Gemessen am Branchstand:

Kennzahl Wert
Java gesamt 61.572 Zeilen, 196 Dateien
Kotlin 0 Dateien
Dateien mit direktem JavaFX-Bezug 33
Kst4ContestApplication.java 13.564 Zeilen, 387 Methoden
davon reines JavaFX-Gerüst 82 call()-Cell-Factories, 64 changed()-Listener, 77 handle()-Eventhandler
Platform.runLater / ObservableList 51 / 93 Vorkommen
Tests 43 Dateien, 148 Testmethoden

Die JavaFX-Kopplung ist flacher als die Zahlen vermuten lassen

  • ChatMember: ein gekoppeltes Feld, StringProperty frequency (ChatMember.java:42, Zugriff :510, :516, Neuanlage :616). Der Rest der Klasse ist reines Java.
  • ChatPreferences: fünf Properties (actualQTF :228, MYQRGFirstCat :266, MYQRGSecondCat :268, notify_optionalFrequencyPrefix :296, notify_DXCSrv_SpottersCallSign :298) und vier ObservableList<String> für Listeneinstellungen (:307, :308, :324, :325).
  • ScoreService: bereits sauber getrennt. Es existiert ein Snapshot-Modell, topCandidatesFx (:45, :62) ist explizit als FX-Projektion benannt, und der Klassenkommentar hält „No per-member Platform.runLater flooding" fest.
  • MessageBusManagementThread: eine einzige Methodensignatur nimmt ObservableList entgegen (:577).
  • ChatController ist der Brocken: sieben ObservableList-Felder (:1164, :1742, :1759, :1768 mit der synchronisierten Hülle :1775, :1776, :1777, :1817) und eine FilteredList/SortedList-Pipeline (:1745, :1749, :1751, :1756, :1772, :1773).

Die Klasse dokumentiert ihr eigenes Muster bereits: der Kommentar ab ChatController.java:1783 begründet, warum eine threadsichere Map die primäre Quelle ist und die ObservableList nur die gebündelte Projektion. Die hier vorgeschlagene Trennung setzt das fort, statt es zu erfinden.

Die Karte hängt nur flach an Leaflet

MapHtmlResources.java nutzt aus der Leaflet-API lediglich L.map, L.tileLayer, L.marker, L.divIcon, L.circleMarker, L.polyline, L.polygon, L.rectangle, L.layerGroup, L.latLng und L.latLngBounds. Geometrie (PathGeometryUtils), Gitterplanung (MaidenheadGridRenderPlanner), Kachelbeschaffung (TileProxyServer), Terrain und Pfadanalyse liegen bereits vollständig in Java.

Weitere betroffene Stellen

  • javafx.scene.media wird ausschließlich in Kst4ContestApplication.java benutzt (:33, :34, :6599, :6900). MP3-Wiedergabe läuft ohnehin schon über jlayer in PlayAudioUtils.
  • Lombok ist in pom.xml als Abhängigkeit deklariert, wird aber in keiner Quelldatei verwendet.
  • src/main/java/module-info.java bindet das Projekt an JPMS; pom.xml enthält eine Enforcer-Regel, die die jpackage-Modulliste gegen Drift absichert.

Bestätigte Festlegungen

Punkt Entscheidung
Zielrelease 1.50. Die Compose-Migration findet auf nextMajorRelease/version1_50 statt; 1.50 wird das Compose-Release
Funktionsumfang Funktionsgleicher Port. UX-Neuentwurf frühestens 2.0
Sprache Kern core bleibt Java 21. Kotlin nur dort, wo Compose es erzwingt
Sprache UI Kotlin, app-desktop
Build Maven wird durch Gradle ersetzt. Compose Multiplatform wird offiziell nur mit Gradle unterstützt, Desktop-Packaging inbegriffen
Modulsystem module-info.java entfällt. Compose Multiplatform liefert keine echten JPMS-Module
Packaging Etappe 1 behält den direkten jpackage-Aufruf, nur aus Gradle statt aus Maven. Die Umstellung auf compose.desktop.nativeDistributions erfolgt in Etappe 3, wenn Kotlin und Compose ohnehin einziehen. DMG-Drag-Layout, Icon-Erzeugung, Flatpak und AUR werden dabei nachgezogen
Karte Native Compose-Canvas-Umsetzung. Kein eingebettetes Chromium (KCEF/JCEF)
God-Klasse Kst4ContestApplication wird in Phase 1 nicht zerschnitten. Compose löscht den Widget-Code ohnehin
Mobile Nur als Modulgrenze berücksichtigt, nicht umgesetzt
Lombok Entfällt (ungenutzt)
Entwickler Marc (DO5AMF) und Philipp (DN9APW). Kein Termin

Zielarchitektur

kst4contest/
├── core/          Java 21, KEIN JavaFX, KEIN Compose
│   ├── model/         ChatMember, ChatMessage, ChatPreferences, Band …
│   ├── controller/    ChatController, MessageBus, Score, Reachability …
│   ├── net/           ON4KST, AirScout, Win-Test, UCXLog, PSTRotator, DXCluster
│   ├── map/           Geometrie, Terrain, Kachel-Proxy, Pfadanalyse
│   ├── audio/         Wiedergabe hinter einem Interface
│   └── observe/       Beobachtungs-Abstraktion
└── app-desktop/   Kotlin + Compose Multiplatform
    ├── ui/            Fenster, Panels, Tabellen, Dialoge
    ├── state/         UI-Zustand, Projektionen aus core
    └── map/           Compose-Canvas-Karte

core hängt von keiner UI-Technologie ab. Das ist die Grenze, an der parallel gearbeitet werden kann, und dieselbe Grenze, die ein späteres Mobile-Repo abgreifen würde.

Das Paket core/observe

Bewusst minimal. Kein Reaktiv-Framework, keine Bibliothek.

  • ObservableValue<T> — T get(), void addListener(Consumer<T>), void removeListener(Consumer<T>).
  • MutableValue<T> extends ObservableValue<T> — zusätzlich void set(T).
  • ObservableRoster<T> — snapshotbasiert: List<T> snapshot() liefert eine unveränderliche Liste; Listener erhalten die neue Liste. Es gibt kein inkrementelles Änderungsprotokoll. Das passt zum Neuzeichnungsmodell von Compose und ist ohne UI testbar.
  • UiDispatcher — void runOnUi(Runnable) und boolean isUiThread().

UiDispatcher ist der Schlüssel der gesamten Umstellung. In Phase 1 wird er von Platform::runLater und Platform::isFxApplicationThread implementiert, in Phase 2 vom Compose-Main-Dispatcher. Die Invariante aus AGENTS.md bleibt dabei wortgleich gültig: Worker-Threads mutieren keine UI-gebundenen Sammlungen, UI-sichtbare Änderungen laufen über den Dispatcher.

Was aus der JavaFX-Pipeline wird

FilteredList und SortedList werden zu einer reinen Funktion in core: aus Mitgliederliste, Filterprädikaten und Komparator entsteht eine unveränderliche Ergebnisliste. Die Stationslisten-Logik wird damit erstmals ohne laufende UI testbar. Das ist der wesentliche fachliche Gewinn von Phase 1.

Die vorhandene Bündelung und Entprellung (flushPendingChatMessagesToUi, das Coalescing der Mitgliederliste) bleibt erhalten. Sie ist Leistungsschutz bei mehreren tausend ON4KST-Nutzern, kein JavaFX-Beiwerk.

Etappen

Jede Etappe ist für sich abgeschlossen, lieferbar und bekommt einen eigenen Umsetzungsplan.

Etappe 1 — Gradle, zwei Module, JPMS entfernen, Packaging

Ziel: Die unveränderte JavaFX-Anwendung baut, testet und paketiert unter Gradle.

Umfang

  • Gradle-Wrapper ersetzt mvnw/mvnw.cmd.
  • Aufteilung in die Module core und app-desktop; in dieser Etappe enthält app-desktop noch die JavaFX-Oberfläche.
  • core darf in dieser Etappe noch von JavaFX abhängen. ChatController, ChatMember, ChatPreferences und ScoreService benutzen es; Etappe 2 entfernt die Abhängigkeit. Etappe 1 bleibt damit eine reine Build-Umstellung ohne fachliche Änderung.
  • Paketnamen und import-Anweisungen ändern sich nicht. Gradle-Module erzwingen keine Paketumbenennung; die Aufteilung ist ein Verschieben von Verzeichnissen.
  • src/main/java/module-info.java wird entfernt; die Enforcer-Regel zur jpackage-Modulliste in pom.xml entfällt mit ihr.
  • SpotBugs- und PMD-Regelsätze wandern mit; pmd-ruleset.xml bleibt unverändert gültig.
  • Lombok wird aus den Abhängigkeiten entfernt.
  • Packaging für Windows, Linux und macOS ruft jpackage weiterhin direkt auf, künftig aus einer Gradle-Aufgabe. Das DMG-Drag-Layout, die Icon-Erzeugung, Flatpak und AUR bleiben inhaltlich unverändert; nur die Herkunft der Eingabedateien wechselt von target/dist-libs auf app-desktop/build/dist-libs.
  • Die Projektversion wandert nach gradle.properties. Zehn Stellen in fünf Workflows und zwei PKGBUILDs lesen sie heute aus pom.xml und müssen umgestellt werden, bevor pom.xml entfällt.
  • Die GitHub-Workflows unter .github/ werden auf Gradle umgestellt.

Abnahmekriterium: Alle 148 vorhandenen Tests laufen unter Gradle. Auf allen drei Plattformen entsteht ein installierbares Paket, das sich wie das bisherige verhält. Stable-, Beta- und Nightly-Strecke funktionieren unverändert.

Etappe 2 — core von JavaFX befreien

Ziel: core compiliert ohne JavaFX auf dem Klassenpfad. Die JavaFX-Oberfläche läuft unverändert und beweist, dass die Schnittstelle trägt.

Umfang

  • core/observe entsteht wie oben beschrieben.
  • ChatMember.frequency wird von StringProperty auf MutableValue<String> umgestellt (ChatMember.java:42, :510, :516, :616).
  • Die fünf Properties und vier ObservableList<String> in ChatPreferences werden auf MutableValue beziehungsweise ObservableRoster umgestellt.
  • Die sieben ObservableList-Felder in ChatController werden zu ObservableRoster; die FilteredList/SortedList-Pipeline wird durch die reine Filter-/Sortierfunktion ersetzt.
  • ScoreService gibt seinen Snapshot über ObservableRoster heraus statt über topCandidatesFx; Platform.runLater wird durch UiDispatcher ersetzt.
  • MessageBusManagementThread.checkListForChatMemberIndexByCallSign (:577) nimmt eine List<ChatMember> statt ObservableList.
  • Audio wandert nach core/audio hinter ein Interface. javafx.scene.media (Kst4ContestApplication.java:33, :34, :6599, :6900) entfällt; MP3 über jlayer, WAV über javax.sound.sampled.
  • app-desktop stellt die JavaFX-Implementierung von UiDispatcher bereit und adaptiert ObservableRoster auf ObservableList für die bestehenden TableView.

Absicherung: Jede herausgelöste Einheit bekommt vorher einen Test, der das heutige Verhalten festschreibt — insbesondere Filterung und Sortierung der Stationsliste, die heute in FilteredList/SortedList steckt und nicht testbar ist.

Abnahmekriterium: core hat keine JavaFX-Abhängigkeit mehr. Die Anwendung verhält sich unverändert: Stationsliste, Chat-Tabs, Prioritäten, Skeds, Cluster, Worked-Zustand, Profilwechsel.

Etappe 3 — DataTable und Einstellungsfenster in Compose

Ziel: Das erste Compose-Fenster ist im Produkt.

Umfang

Der wesentliche Baustein dieser Etappe ist eine wiederverwendbare DataTable-Komponente. Compose kennt kein TableView, und die Anwendung hat fünf Tabellen: TableView<ChatMember>, TableView<ChatMessage>, TableView<ClusterMessage>, TableView<String> und die Top-Prioritätenliste. Alle brauchen dasselbe:

  • Spaltenbreiten mit stabilen Tabellen- und Spalten-IDs, wie sie preferences.xml Version 7 bereits kennt;
  • Sortierung nach Spalte;
  • Zeilenauswahl und Kontextmenü;
  • Zeilen- und Zell-Styling, heute PrivateMessageRowStyleResolver, MessageTextTableCell, TruncatedTextTableCell, TruncatedTextTooltipSupport.

Umgesetzt als LazyColumn mit eigener Kopfzeile. Wird diese Komponente gut, ist der Rest der Portierung Fleißarbeit; wird sie schlecht, zieht sich das durch die gesamte Anwendung.

Mit dieser Etappe ziehen Kotlin und das Compose-Gradle-Plugin ein. Das Packaging wird dabei von den direkten jpackage-Aufrufen auf compose.desktop.nativeDistributions umgestellt — der Zeitpunkt ist hier richtig, weil JavaFX dann nicht mehr über jlink gebündelt werden muss.

Danach das Einstellungsfenster mit seinen zwölf Reitern: Station, Log synch, TRX synch, Airscout, Notification, Shortcuts, Macros, Beacon, Messagehandling, Workedstn database, GUI, Profiles. Es ist in sich abgeschlossen, hat wenig Domänenkopplung und eignet sich deshalb als Lernstück.

Abnahmekriterium: Das Einstellungsfenster ist vollständig in Compose, alle zwölf Reiter sind funktionsgleich, und geänderte Einstellungen landen unverändert in preferences.xml.

Nachzuschärfen nach Etappe 2: der genaue Zuschnitt der DataTable-Schnittstelle. Er hängt davon ab, wie sich ObservableRoster in der Praxis anfühlt.

Etappe 4 — Profil-Dialog, Update-Fenster, Monitor-Fenster

Ziel: Drei weitere Fenster portiert; die Muster aus Etappe 3 sind bestätigt.

Umfang

  • OperatorProfilePickerDialog und OperatorProfileSettingsPane.
  • Das Update-Fenster (Kst4ContestApplication.java:9242).
  • Das Monitor-Fenster für Cluster und QSOs (:9180), das die DataTable erstmals mit Live-Daten belastet.

Die Layout-IDs für das Monitor-Fenster bleiben von denen des Hauptfensters getrennt, wie in PROJECT_CONTEXT.md festgelegt.

Abnahmekriterium: Die drei Fenster sind funktionsgleich. Fenstergrößen, Positionen und Spaltenbreiten werden unverändert entprellt gespeichert und beim Herunterfahren geschrieben.

Etappe 5 — Hauptfenster

Ziel: JavaFX wird nur noch für die Karte benötigt.

Umfang

  • Stationsliste mit Filterleiste und Prioritätenspalten.
  • Die drei Chat-Reiter „Public messages", „DXCluster messages", „QSO of the other".
  • Der Info-Bereich zur ausgewählten Station (generateFurtherInfoAbtSelectedCallsignBP, Kst4ContestApplication.java:707) samt seinem vertikalen SplitPane und dessen gespeicherten Divider-Positionen.
  • Die Top-Prioritätenliste (initTopPriorityListPane, :4416).
  • Die Statusleiste mit ihren Indikatoren: Sked-Warnung (:5868), Verbindungszustand (:5887), Band-Upgrade (:6045).
  • TimelineView.
  • Menüleiste, einschließlich der macOS-Systemmenüleiste.

Profilwechsel: Der heutige Mechanismus reißt die Laufzeit ab und baut eine neue Kst4ContestApplication-Instanz auf, weil viele Bedienelemente inline initialisierte Instanzfelder sind. Dieser Grund entfällt in Compose — der Zustand hängt nicht mehr an Feldern einer Riesenklasse. Der Wechsel wird zum Austausch des Zustandsobjekts. shutdownRuntime() bleibt trotzdem verantwortlich für alles, was eine Verbindung überdauert: ON4KST-Supervisor, Sked-Erinnerung, Reachability-Executor, PSTRotator-Wiederholung, Kachel-Proxy, Zeitgeber. ApplicationConstants.sessionRuntimeUniqueId wird weiterhin nicht neu erzeugt.

Abnahmekriterium: Das Hauptfenster ist funktionsgleich. Der Profilwechsel im laufenden Betrieb funktioniert, ohne Listener doppelt zu registrieren und ohne Ressourcen zu halten.

Nachzuschärfen nach Etappe 4: ob Platform.setImplicitExit(false) und ApplicationRuntimeLauncher.exitApplication() in der Compose-Fassung noch eine Entsprechung brauchen.

Etappe 6 — Karte und Entfernung von JavaFX

Ziel: 1.50. Keine JavaFX-Abhängigkeit mehr im Projekt.

Umfang

Die Karte wird als Compose-Canvas neu umgesetzt:

  • Web-Mercator-Projektion, Zoomstufen und Schwenken wie bisher;
  • Kacheln über den bestehenden TileProxyServer;
  • Marker, Linien, Polygone, Rechtecke und Kreismarker direkt gezeichnet, entsprechend der heutigen flachen Leaflet-Nutzung;
  • Maidenhead-Gitter über den bestehenden MaidenheadGridRenderPlanner;
  • Pfaddarstellung und Geländeprofil (PathProfileChart) als Compose-Zeichnung;
  • bildschirmbasiertes Clustering als Vorschalt-Schritt vor dem Zeichnen. GUIstationMapClusteringEnabled bleibt eine Layout-Einstellung unterhalb guiOptions mit Vorgabewert true.

MapHtmlResources, StationMapBridge und die JavaScript-Brücke entfallen ersatzlos. StationMapView wird zur Compose-Komponente.

Zum Abschluss werden die JavaFX-Abhängigkeiten aus dem Build entfernt und opens kst4contest.view.map to javafx.web verliert seinen Gegenstand.

Abnahmekriterium: Die Karte zeigt dieselben Informationen wie die Leaflet-Fassung. Offline-DEM, Terrain-Pakete und der Profil-Cache funktionieren unverändert. Im Projekt existiert keine JavaFX-Abhängigkeit mehr.

Nachzuschärfen nach Etappe 5: Leistungsverhalten des Canvas bei mehreren tausend Markern. Falls das Zeichnen nicht trägt, ist eine Vorabaggregation der Marker im Kern der Ausweg.

Invarianten — was unverändert bleiben muss

Diese Punkte sind in AGENTS.md und PROJECT_CONTEXT.md festgelegt und werden von der Umstellung nicht berührt.

Chat-Identität

  • Vollständiges sichtbares Rufzeichen plus Kategorie bildet die Identität eines Chat-Teilnehmers.
  • Basisruf-Normalisierung nur für explizit basisrufweite Funktionen.
  • Worked-Zustand wird über Suffixvarianten desselben Basisrufs geteilt.
  • Suffixe werden nicht global als Band, Kategorie oder Frequenz gedeutet.

Bänder und Verfügbarkeit

  • Kategorien 2 und 3 sind die Hauptkategorien; unerwartete Werte müssen sicher fehlschlagen.
  • NOT-QRV hat Vorrang vor positiven Band-Hinweisen.
  • Fehlende Frequenz-, QRB- oder QTF-Werte bleiben unbekannt. null bedeutet nicht verfügbar, nicht null.
  • Kein stilles Zurückfallen auf feste 144 MHz.

Externe Schnittstellen

  • CR/LF-Framing, XML-Framing, Ports und Transporte bleiben unverändert.
  • Die lokale DX-Cluster-Ausgabe behält ihre feste 75-Zeichen-Zeile, das DX-Rufzeichen ab Spalte 27, den 30-Zeichen-Kommentar ab Spalte 40 und die UTC-Zeit ab Spalte 71, gefolgt von zwei BEL und CRLF.
  • Unerwartete Eingaben beenden keinen Verarbeitungs- oder UI-Thread.

Persistenz

  • preferences.xml bleibt in Version 7, einschließlich der verwalteten Spaltenbreiten unterhalb guiOptions und der Regel, dass Elternspalten ihre Breite aus den Blattspalten ableiten.
  • Selektives Schreiben aktualisiert die Datei auf der Platte, bewahrt unbekannte XML-Knoten und schreibt keine unbestätigten funktionalen Einstellungen. Save Settings bleibt der vollständige Schreiber.
  • Vollständige und selektive Schreibvorgänge sind synchronisiert und ersetzen preferences.xml atomar.
  • Operator-Profile behalten ihr Verhalten: Wurzelprofil flach, weitere Profile unter profiles/<profileId>/, profiles.xml wird verzögert angelegt, die Registrierung speichert niemals einen Pfad, ein neues Profil bekommt eine leere Datenbank.
  • Das SQLite-Schema und die Worked-Semantik samt Dreitagesablauf bleiben unverändert.
  • Simplelogfile-Verhalten bleibt unverändert, einschließlich des minütlichen Lesens und der Tatsache, dass daraus abgeleiteter Worked-Zustand nicht in SQLite landet.

Quelltext-Konventionen

  • Kommentare und Javadoc ausschließlich auf Englisch.
  • Log-, Protokoll- und API-Literale in ihrer kanonischen Form.
  • Kommunikation mit Marc auf Deutsch; Commit-Nachrichten knapp auf Englisch.

Risiken

Risiko Bewertung Umgang
DataTable wird der Engpass hoch Etappe 3 baut sie zuerst und belastet sie in Etappe 4 mit Live-Daten, bevor das Hauptfenster davon abhängt
Packaging auf drei Plattformen neu hoch Etappe 1 macht das zuerst, mit unveränderter JavaFX-App als Vergleichsmaßstab
Canvas-Leistung bei vielen Markern mittel Ausweg ist Vorabaggregation im Kern; wird in Etappe 6 gemessen, nicht angenommen
Compose-Erfahrung fehlt bei beiden Entwicklern mittel Das Einstellungsfenster als erstes Lernstück ist bewusst ungefährlich gewählt
Funktionsgleichheit ist schwer nachweisbar mittel Vergleich Fenster für Fenster gegen die noch laufende JavaFX-Fassung; Protokoll und Persistenz sind durch core-Tests gedeckt
1.50 verschiebt sich erheblich angenommen Bewusste Entscheidung. Kein Termin gesetzt

Offene Punkte

Diese Fragen werden bewusst erst beantwortet, wenn die vorangehende Etappe Erfahrung geliefert hat. Sie blockieren Etappe 1 und 2 nicht.

  1. Genauer Zuschnitt der DataTable-Schnittstelle — nach Etappe 2.
  2. Ob Platform.setImplicitExit(false) in Compose eine Entsprechung braucht — nach Etappe 4.
  3. Aggregationsstrategie für Kartenmarker, falls das Canvas-Zeichnen nicht trägt — nach Etappe 5.
  4. Ob das Geländeprofil als eigene Compose-Zeichnung oder über eine Diagrammbibliothek entsteht — nach Etappe 5.